- 28.12.2011, 11:37:04
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Wir gratulieren Rundes Geburtstage im Jänner
Wien (PK) - Im Jänner feiern folgende (ehemalige) MandatarInnen runde
Geburtstage:
der ehemalige Abgeordnete Otto LIBAL (S) - 95. Geburtstag am
01. Jänner,
der ehemalige Bundesrat Valentin BLASCHITZ (S) - 60. Geburtstag am
02. Jänner,
der ehemalige Bundesrat Karl WÖLLERT (S) - 70. Geburtstag am
03. Jänner,
der Abgeordnete Dr. Josef CAP (S) - 60. Geburtstag am 04. Jänner,
der ehemalige Abgeordnete Mag. Hilmar KABAS (F) - 70. Geburtstag am
06. Jänner,
der ehemalige Abgeordnete Dr. Gerhart BRUCKMANN (V) - 80. Geburtstag
am 09. Jänner,
der ehemalige Präsident des Bundesrats Gottfried JAUD (V) -
75. Geburtstag am 09. Jänner,
die ehemalige Abgeordnete Hildegard SCHORN (V) - 65. Geburtstag am
10. Jänner,
die ehemalige Bundesrätin Renate EGGER (S) - 65. Geburtstag am
11. Jänner,
der ehemalige Präsident des Bundesrats Johann PAYER (S) -
65. Geburtstag am 11. Jänner,
der ehemalige Abgeordnete Dipl.-Kfm. Dr. Albert STEIDL (V) -
85. Geburtstag am 12. Jänner,
der Abgeordnete und ehemalige Bundesrat Ing. Erwin KAIPEL (S) -
60. Geburtstag am 19. Jänner,
der ehemalige Abgeordnete Kommerzialrat Wilhelm NIEDERHUEMER (F) -
65. Geburtstag am 20. Jänner,
der ehemalige Abgeordnete Karl NEUWIRTH (S) - 80. Geburtstag am
21. Jänner,
der ehemalige Bundesrat Franz BREINER (G) - 60. Geburtstag am
23. Jänner,
der ehemalige Abgeordnete Georg SCHWARZENBERGER (V) - 70. Geburtstag
am 23. Jänner,
die ehemalige Bundesrätin Ilse GIESINGER (V) - 65. Geburtstag am
26. Jänner,
der ehemalige Abgeordnete Helmut WEINBERGER (S) - 80. Geburtstag am
30. Jänner.
Josef Cap 60
Am 4. Jänner 2012 feiert der langjährige Klubobmann der SPÖ Josef Cap
seinen 60. Geburtstag. Er wurde 1952 in eine altösterreichische
Offiziersfamilie hineingeboren und besuchte in der Josefstadt das
Piaristengymnasium, wo er auch maturierte. Danach nahm er ein Studium
der Rechte auf, ehe er zur Politikwissenschaft wechselte. Zu diesem
Zeitpunkt war Cap bereits politisch aktiv. Er engagierte sich im
Verband sozialistischer Studenten, in deren Präsidium er bald einzog.
In dieser Funktion gelang es ihm, viele spätere Spitzenpolitikerinnen
und Spitzenpolitiker für die SPÖ zu gewinnen. Cap vertrat in jener
Zeit die Sozialisten auch als Mandatar des Zentralausschusses der
Österreichischen Hochschülerschaft. Seine Dissertation widmete er
denn auch "Perspektiven der Sozialdemokratie".
1976 kam es in der Sozialistischen Jugend zu einem grundlegenden
Richtungswechsel, der auch personell zum Ausdruck gebracht wurde. Der
heutige Vorsitzende der SPÖ Oberösterreich, Josef Ackerl, avancierte
zum Bundesobmann der SJ und holte Cap als Verbandssekretär in die
Neustiftgasse. Zwei Jahre später folgte Cap Ackerl als Obmann und
holte seinerseits Alfred Gusenbauer ins Verbandssekretariat.
Cap öffnete die SJ den neuen sozialen Bewegungen und stand gemeinsam
mit Paul Blau an der Wiege der rotgrünen Plattform. Maßgeblich war
Cap auch an der Organisation der Friedensbewegung in Österreich
beteiligt, so vor allem an der großen Demonstration im Mai 1982, auf
der er - an der Seite von künstlerischen Größen wie André Heller,
Erika Pluhar und anderen - mit seiner Rede "Wir wollen nicht töten,
wir wollen nicht getötet werden" für Aufsehen weit über die
Parteigrenzen hinweg sorgte. Seine Bekanntheit steigerte sich noch,
als er wenig später am Bundesparteitag der SPÖ "drei Fragen" an den
Landeshauptmann des Burgenlandes stellte, durch die er eine
Privilegiendebatte entfesselte, die bis heute niemals vollends
verstummt ist.
Unmittelbare Folge für Cap war, dass er auf der Kandidatenliste für
die Nationalratswahlen 1983 an aussichtslose Stelle gereiht worden
war. Die SJ entschloss sich daraufhin zu einem
Vorzugsstimmenwahlkampf ("Cap ins Parlament"), der sich als
durchschlagender Erfolg erwies. Cap erhielt rund 93.000 Stimmen,
darunter allein rund 62.000 Stimmen in seinem Wahlkreis Wien, sodass
er als erster und bislang einziger Kandidat in Österreich direkt vom
Volk ins Hohe Haus gewählt worden war.
Dort hatte es Cap zunächst freilich schwer, denn die unpopuläre
Koalition aus SPÖ und FPÖ stellte ihn mitunter vor unangenehme
politische Situationen. Erst mit dem Vorsitzwechsel von Fred Sinowatz
zu Franz Vranitzky 1988 änderten sich auch für Josef Cap die
Rahmenbedingungen, und er wurde Zentralsekretär der SPÖ, wobei dieses
Amt nunmehr "Bundesgeschäftsführer" hieß. In diesem Amt gestaltete
Cap lange Jahre die Politik der 1987 neu aufgelegten "Großen
Koalition" aus SPÖ und ÖVP maßgeblich mit.
1995 schied er aus dieser Funktion aus und widmete sich vermehrt
Zukunftsfragen der Sozialdemokratie und der gesamteuropäischen
Politik. Seit jeher umfangreich publizistisch tätig - aus seiner
Feder stammen mehrere Bücher -, wurde Cap in den letzten Jahren des
vorigen Jahrtausends wieder verstärkt politischer Vordenker, ehe das
Ende der "Großen Koalition" im Jahr 2000 auch ihn vor neue Aufgaben
stellte.
Der neue SPÖ-Vorsitzende Alfred Gusenbauer machte Cap zunächst zum
geschäftsführenden und, 2007, zum Klubobmann der SPÖ-Fraktion, und in
dieser Funktion gestaltet Cap nun auch die abermalige Neuauflage der
"Großen Koalition" seit Januar 2007 maßgeblich mit. Seit nunmehr 29
Jahren Parlamentarier, hatte Cap auch im Hohen Haus viele wichtige
Ämter inne, so firmiert er gegenwärtig als Obmann des
Außenpolitischen Ausschusses. Cap, der zahlreiche Orden erhielt - er
ist unter anderem Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens mit dem
Stern für die Verdienste um die Republik Österreich -, wurde für
seine Verdienste um die französisch-österreichische Freundschaft erst
kürzlich zum "Offizier der französischen Ehrenlegion" ernannt.
Gottfried Jaud 75
Der ehemalige Präsident des Bundesrates, Gottfried Jaud, feiert kurz
nach Jahresbeginn seinen 75. Geburtstag. Geboren am 9. Jänner 1937 in
Jenbach, besuchte er nach Absolvierung der Pflichtschulen zunächst
die Bundesgewerbeschule für Maschinenbau in Bregenz und erlernte den
Beruf eines Sägewerkers. Nach der mittleren Reife, die Jaud in
Rosenheim erwarb, studierte er an der dortigen Ingenieurschule und
schloss diese als Betriebstechniker der Holzindustrie ab. 1965
bestand Jaud die Meisterprüfung für das Tischlergewerbe. Nachdem er
lange Jahre Betriebsleiter des elterlichen Sägewerks gewesen war,
machte sich der spätere Politiker 1970 als Tischlermeister
selbständig.
Schon in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts im Österreichischen
Wirtschaftsbund aktiv, arbeitete Jaud in den ÖVP-Organisationen
seiner Heimatstadt Jenbach und des politischen Bezirks Schwaz mit.
1980 wählte ihn der Jenbacher Gemeinderat zum Vizebürgermeister, ab
1987 war Jaud auch ÖVP-Bezirksparteiobmann in Schwaz.
Am 4. April 1989 trat Jaud sein Amt als Bundesrat für das Land Tirol
an, eine Funktion, die er bis Ende Juni 1999 ausübte. 1994 wurde er
als Erstgereihter seiner Fraktion in diesem Amt wiedergewählt. Vom 1.
Juli bis zum 31. Dezember 1994 war Jaud erstmals Präsident der
Länderkammer. Jauds Verdienst war es unter anderem, die Gespräche um
eine Europaregion Tirol zu vertiefen und voranzutreiben. Seine
bilateralen Gespräche mit den Repräsentanten Südtirols bzw. Trients
bedeuteten einen wichtigen Impuls für die Stärkung regionaler
Interessen in einem zusammenwachsenden Europa. Überdies war Jaud ein
konsequenter Vertreter der Interessen klein- und mittelständischer
Betriebe und als solcher weit über die Grenzen seiner Fraktion und
des Bundeslandes Tirol anerkannt und geschätzt. In der ersten
Jahreshälfte 1999 übte Jaud abermals das Präsidentenamt des
Bundesrates aus, ehe er sich in den Ruhestand zurückzog. (Schluss)
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