- 27.12.2011, 09:00:32
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Voller Gabentisch für Einbrecher
Wien (OTS) - Schmuck und wertvolle Uhren wurden zu Weihnachten
gerne geschenkt - und zählen auch bei acht von zehn Einbrüchen zur
bevorzugten Beute. Zertifikate und Rechnungen daher gut aufbewahren!
Das verhilft schneller zur Entschädigung, empfehlen die Experten der
Allianz.
Erlesene Schmuckstücke und wertvolle Uhren gehören jedes Jahr zu
Weihnachten zu den beliebtesten Geschenken. Rund 75 Millionen
zusätzlicher Umsatz war den Juwelieren für das Weihnachtsgeschäft
prognostiziert worden. Doch sind Pretiosen nicht nur von den
Beschenkten sehr begehrt, sie finden sich auch auf den Wunschzetteln
der Einbrecher ganz oben. "Bei acht von zehn Einbrüchen im
Privatbereich werden Schmuck und Armbanduhren gestohlen", weiß Mag.
Xaver Wölfl, Leiter Market Management der Allianz in Österreich. Und
ein Einbruch passiert in Österreich etwa alle 25 Minuten - denn Jahr
für Jahr wird rund 20.000 mal irgendwo in einen Haushalt
eingebrochen!
Kleine Dinge, großer Schaden
Einbrecher finden nun ideale Arbeitsbedingungen vor: Die dunkle
Tageszeit ist lang wie sonst nie, die Haushalte sind frisch gefüllt
mit neuen Kostbarkeiten, zahlreiche Bewohner auf Winterurlaub und
Wohnungen und Häuser somit unbeaufsichtigt. "Einbrecher haben es im
Regelfall nur auf Dinge abgesehen, die man leicht und unauffällig
verstauen kann - also Schmuck, Bargeld, Laptops und kleine
Wertgegenstände", so Wölfl. Kleinigkeiten, die aber enorm ins Geld
gehen. Gelingt es nämlich den Einbrechern in die Wohnung zu kommen,
macht der verursachte Schaden im Durchschnitt etwa 7.000 Euro aus!
Schäden an Wohnungsinhalt und Wertsachen deckt eine
Haushaltsversicherung. "Schmuck und Armbanduhren sind in der
Haushaltsversicherung auch gegen Einbruchdiebstahl versichert",
erklärt Wölfl. Für Schmuck und Bargeld gebe es dabei je nach Vertrag
aber individuelle Entschädigungsgrenzen, empfiehlt er deshalb einen
prüfenden Blick in die Versicherungspolizze. Die Allianz etwa komme
im Rahmen der Haushaltsversicherung für Schmuck und andere Wertsachen
außerhalb von versperrten Geldschränken für Schäden bis zu 15.000
Euro auf und jeweils weiteren 2.000 Euro für Bargeld und Sparbücher.
Mit Zertifikat schneller zum Geld
Damit die Versicherung im Fall des Falles rasch und reibungslos
finanziellen Ersatz leisten kann, benötigt sie aussagekräftige
Dokumente zu Originalität und Qualität der Wertgegenstände - also
Zertifikate und Rechnungen. Wer Schmuck oder Uhr geschenkt bekam,
sollte daher vom Schenker zumindest das Zertifikat einfordern und
getrennt vom eigentlichen Wertgegenstand aufbewahren. Fotos sind für
die Wertermittlung nur bedingt zu verwenden, helfen aber der Polizei
bei der Suche und der Identifizierung von Diebsgut.
Noch besser als einen Schaden ersetzt zu bekommen ist aber, diesen
erst gar nicht zu erleiden. Denn eine Versicherung kann zwar für den
materiellen Schaden nach einem Einbruch aufkommen, nicht aber den
ideellen Wert ersetzen, den so manches Schmuckstück für den Besitzer
repräsentiert - und auch die psychische Belastung durch das
gewaltsame Eindringen in die trauten vier Wände ist erheblich.
Deshalb sollte Einbrechern der Zutritt in die Wohnung mit
Balkenschloss, Sicherheitstüre oder Alarmanlage so mühsam wie möglich
gemacht werden. "Je aufwändiger es für die Einbrecher ist, desto eher
besteht die Chance, dass sie unverrichteter Dinge wieder abziehen",
erklärt Wölfl, und nur ein beschädigtes Sicherheitsschloss zu
reparieren koste vergleichsweise wenig: einen niedrigen dreistelligen
Euro-Betrag, den auch die Haushaltsversicherung übernimmt.
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Fotos: ((C) Allianz, Abdruck honorarfrei)
Mag. Xaver Wölfl
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Bundeskriminalamt - Kriminalstatistik 2010
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