• 27.12.2011, 04:30:31
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Darabos in ÖSTERREICH: "1.000 Bedienstete weniger beim Heer"

Erster Minister legt seine Sparpläne offen - 400 Beamte sollen ins Finanz-Ministerium wechseln - Heeresspitäler schließen

Wien (OTS) - Im Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH
(Dienstag-Ausgabe) nennt Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ)
seine Sparziele für die nächsten Jahre. Darabos will die drei
bestehenden Heeresspitäler - Wien-Stammersdorf, Graz und Innsbruck -
zusperren. Mit dem Verkauf von Liegenschaften des Bundesheeres möchte
der rote Verteidigungsminister insgesamt 400 Millionen Euro
einnehmen. Und: Er wird insgesamt 1.000 Bedienstete des Bundesheeres
einsparen.

Das Darabos-Interview:
ÖSTERREICH: Wie weit sind Sie mit Ihren Sparplänen für das
Bundesheer?
NORBERT DARABOS: Sehr weit. Und ich bin froh darüber, dass wir jenes
Ressort sind, das zu weitreichenden Strukturmaßnahmen bereit ist, was
andere offenbar verweigern.

ÖSTERREICH: Sie planen auch Personaleinsparungen, oder?
DARABOS: Ja, wir werden im Verwaltungsbereich des Bundesheeres bis
2014 rund 1.000 Bedienstete einsparen. Das wird teilweise durch
Nicht-Nachbesetzungen, aber auch durch Umschichtungen möglich sein.

ÖSTERREICH: Das heißt?
DARABOS: 400 unserer Beamten werden ins Finanzministerium wechseln.
Und 200 Bedienstete von uns werden im Innenministerium in der
Verwaltung tätig sein. Damit können sich auch wieder mehr Polizisten
um ihre Kernaufgaben kümmern. Wir achten darauf, dass es bei den
Einsparungen keine sozialen Härten gibt.

ÖSTERREICH: Wie viel werden Sie durch Panzerverkäufe einnehmen?
DARABOS: Wir werden rund 400 Panzer verkaufen und damit 13 Millionen
Euro einnehmen und somit künftig auch weniger Kosten haben. Immerhin
ist eine Panzerschlacht in Marchfeld zum Glück wenig wahrscheinlich.
Wir werden aber auch weiterhin Liegenschaften verkaufen. Bislang
haben wir damit bereits 160 Millionen Euro Erlös gehabt, insgesamt
werden wir dadurch 400 Millionen einnehmen können. Und trotzdem alle
Aufgaben des Heeres gut bewältigen können.

ÖSTERREICH: Die Umstellung auf ein Berufsheer ist aber abgesagt,
nicht?
DARABOS: Nein, es gibt dafür nur derzeit keine Mehrheit mit dem
Koalitionspartner. Ich werde aber im Jänner mit drei Pilotprojekten
zur Umstellung auf ein Profi-Heer beginnen. Auch, wenn die ÖVP
dagegen ist, werde ich die Projekte durchziehen.

Rückfragehinweis:
ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
mailto:[email protected]

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