- 22.12.2011, 13:04:53
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Wenn ein Pistenunfall doppelt wehtut
AKNÖ-Erhebung: Hubschraubereinsatz nach Skiunfall kostet bis zu 4.000 Euro
Wien (OTS/AKNÖ) - Für viele Sportbegeisterte ist der Skiurlaub oft
der Höhepunkt des Jahres. Allerdings kann er schmerzhaft enden.
Jährlich verunglücken tausende SkifahrerInnen schwer und müssen mit
der Rettung oder gar mit einem Hubschrauber ins Spital gebracht
werden. Das kann den Schmerz verdoppeln, warnt AKNÖ-Experte Josef
Fraunbaum. Eine eigens von der AKNÖ durchgeführte Umfrage in
Skigebieten zeigt, dass teils horrende Kosten entstehen.
Bis zu 4.000 Euro kann es kosten, wenn ein Notarzthubschrauber einen
Verletzten nach einem Skiunfall ins Spital bringt. Auch wenn man
keinen Hubschrauber braucht, kann es bis zu knapp 1.000 Euro kosten,
dass einen die Bergrettung von der Piste ins Spital bringt. Das
ergibt eine aktuelle Umfrage in 23 Skigebieten in Österreich, die die
AKNÖ erstmals durchgeführt hat. "Das Problem ist, dass die
Betroffenen die Rechnung meist selbst bezahlen müssen", erklärt
AKNÖ-Experte Josef Fraunbaum. "Ein Skiunfall ist ein Sportunfall. Da
darf laut Gesetz die Gebietskrankenkasse nicht die Kosten für die
Beförderung ins Tal oder den Transport ins Spital übernehmen." Die
Rechnung kriegen in dem Fall die Unfallopfer.
Skibegeisterte sollten vorsorgen, rät Fraunbaum: "Beim Alpenverein
oder den Naturfreunden ist eine Versicherung bei der Mitgliedschaft
dabei, ebenso kann das bei Automobilklubs der Fall sein." Häufig gebe
es auch bei Kreditkarten eine Zusatzversicherung: "Man sollte sich
die Geschäftsbedingungen genau ansehen." In wenigen Skigebieten gibt
es auch die Möglichkeit, gemeinsam mit dem Skipass eine
kostengünstige Versicherung abzuschließen: "Die Skigebiete Lech und
St. Anton bieten zum Skipass eine zusätzliche Versicherung an, die
auch die Hubschraubertransportkosten inkludiert. So eine Versicherung
kostet zwischen 8 und 25 Euro."
AKNÖ fordert bessere Information durch Wintersportorte
Die AKNÖ fordert auch von den Wintersportzentren ausreichende
Information und die Sicherstellung, dass es zu keinen bösen
finanziellen Überraschungen kommt, wenn etwas passiert ist. "Es muss
zum Standard-Service gehören, dass verunfallte Schifahrerinnen und
Schifahrer nach Unfällen im Wintersportort optimal und vor allem
leistbar transportiert werden. Auch wenn es niemand gerne ausspricht,
ist es Realität, dass Unfälle passieren können. Diese dürfen nicht
zur Kostenfalle für die UrlauberInnen werden. Ein Abtransport nach
Unfällen muss zum Service gehören", sagt Fraunbaum.
Rückfragehinweis:
AKNÖ, Abteilung für Arbeits- und Sozialrecht
Mag. Josef Fraunbaum
Telefon: 01 58883 1418
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