• 21.12.2011, 18:06:49
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Berlakovich: Existenz tausender bäuerlicher Betriebe gesichert

Ferkelschutzkorb-Erhalt durchgesetzt - Im Sinne von Bauern, Konsumenten und Ferkeln

Wien (OTS) - "Nach schwierigen Marathonverhandlungen haben wir
eine gemeinsame Lösung im Sinne einer fortschrittlichen Tierhaltung
und der heimischen, bäuerlichen Qualitätsproduktion erzielt. Wir, die
Landwirtschaft, haben durchgesetzt, dass ein gänzliches Verbot des
Ferkelschutzkorbes und somit vollkommen überzogene Forderungen
einseitiger Gruppen vom Tisch kommen. Dieser Korb bedeutet die
Rettung von 500.000 Ferkeln vor dem Erdrücktwerden durch die
Muttersauen, den Schutz der LandwirtInnen bei der Arbeit und die
Bewahrung von tausenden bäuerlichen Betrieben. Diese hätten ansonsten
aus der Produktion aussteigen müssen, da es derzeit noch keine
praktikablen alternativen Aufstallungssysteme gibt", betonte
Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich heute bei einem
Pressegespräch in Wien zur mit Gesundheitsminister Alois Stöger
erzielten Einigung in der wichtigen Frage der Zuchtsauenhaltung.

"Mit dieser Lösung haben wir sichergestellt, dass es auch
weiterhin eine ausreichende Versorgung mit heimischem
Qualitätsfleisch geben wird. Ein Aus des Ferkelschutzkorbes hätte den
Ruin der Zuchtsauenhaltung und damit einen massiven Anstieg der
Importe aus anderen Ländern mit oftmals riesigen Produktionseinheiten
bedeutet. Die Vernichtung der heimischen Schweinebranche, die mit
Sicherheit zur Einfuhr von Tierleid geführt hätte, können wir somit
erfolgreich verhindern. Unser Schnitzel muss österreichisch bleiben",
so der Landwirtschaftsminister, der gleichzeitig aber auch die
Verbesserung der Tierschutz-Situation für unsere Nutztiere hervorhob.
So wird die Zeitspanne, in der sich die Sauen frei bewegen können,
von rund 205 Tagen auf 265 pro Jahr verlängert.

"Die nun erzielte Lösung entspricht genau dem, was unsere
heimischen Konsumentinnen und Konsumenten wollen", so Berlakovich. So
haben bei einer Ökonsult-Umfrage 90% der Österreicherinnen und
Österreicher betont, wissen zu wollen, woher ihre Lebensmittel
stammen. 93% können sich eine Ernährungsweise ohne Fleisch und Wurst
nicht vorstellen. 97% sind gegen eine Verteuerung von Fleisch und
Wurst und gleichzeitig sehen 85% ein, dass höhere Tierschutzstandards
höhere Fleischpreise bedeuten.

"Tierschutz und Landwirtschaft gehen einmal mehr Hand in Hand.
Jeder Bauer weiß, dass nur derjenige die entsprechende Leistung
erhält, der sein Tier gut behandelt. Unsere Bäuerinnen und Bauern
sind mit Sicherheit keine Tierquäler. Wir, die Landwirtschaft,
bekennen uns zu einer Weiterentwicklung mit Augenmaß", so
Berlakovich, der auch positiv hervorhob, dass bis 2017 intensiv an
neuen Aufstallungssystemen - unter Einbeziehung der
Wirtschaftlichkeit - gearbeitet werden soll.

Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6963

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