• 21.12.2011, 13:19:22
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FPÖ: Graf: Wo hat Töchterle den Hochschulplan versteckt?

Doppelverkauf von Budgetmitteln und völlige Orientierungslosigkeit prolongieren die Uni-Krise

Wien (OTS) - Der Obmann des parlamentarischen
Wissenschaftsausschusses und FPÖ-Wissenschaftssprecher NAbg. Martin
Graf zeigt sich enttäuscht über den heute von Wissenschaftsminister
Töchterle (ÖVP) präsentierten "Hochschulplan": "Ich kann auch bei
näherer Betrachtung keinen Plan erkennen. Was der Minister heute
vorgestellt hat, ist erneut nicht mehr als eine Ansammlung schöner
Phrasen, die bestenfalls die Rahmenbedingungen für einen mit Inhalten
gefüllten Hochschulplan abstecken können", stellt Graf fest. Auch die
Ausrede, dass sich Töchterle erst mit dem Koalitionspartner abstimmen
müsse, lässt Graf nicht gelten: "Ich bin davon ausgegangen, dass dies
längst geschehen ist, wenn sich der Minister groß angekündigt an die
Öffentlichkeit wendet."

Der FPÖ-Wissenschaftssprecher ortet auch glatte Täuschung in
Zusammenhang mit der versprochenen Uni-Milliarde: "Dass Töchterle nun
die bereits im Vorjahr zugesagten 240 Millionen ein zweites Mal
verkaufen will und sich auch noch dafür auf die Schulter klopft,
diese 'gesichert' zu haben, ist ein starkes Stück."

Die heute präsentierten Fragmente eines Hochschulplans ließen in
keiner Weise erkennen, dass sich der Minister den drängendsten
Problemen an den Hochschulen stellen wolle. "Weiterhin sind
Zugangsbeschränkungen das Allheilmittel in Zusammenhang mit den von
der ÖVP und neuerdings auch von ihrem Koalitionspartner bei jeder
Gelegenheit geforderten Studiengebühren. Ich kann jedoch nicht
erkennen, wie Töchterle sicherstellen will, dass den Studenten eine
entsprechende Gegenleistung geboten wird, sprich ein
verzögerungsfreies und gut organisiertes Studium in vernünftigen, gut
ausgestatteten Hörsälen", stellt Graf fest.

Dass Töchterle nun 450 Milliarden in Form eines Strukturfonds zur
Verfügung stellen und die Unis und Fachhochschulen gegeneinander um
dieses Geld kämpfen lassen wolle, sei eine unselige Idee: "Da sind
weitere Verzögerungen bei den Investitionen schon absehbar. All diese
Dinge hätten im Vorfeld mit den Rektoren geklärt werden müssen", so
Graf. Dass diese nun auch noch gute Miene zu diesem bösen Spiel
machen würden, sei daher völlig unverständlich. "Offenbar geht alles
seinen gewohnten Gang. Die Rektoren nicken zu Töchterles Plan, um
wenige Wochen später wieder mit Alarmismus an die Öffentlichkeit zu
treten, wie das auch in den letzten Jahren immer der Fall gewesen
ist. Managementkompetenz muss man sowohl im Ministerium als auch an
den meisten Universitäten leider mit der Lupe suchen", stellt Graf
fest.

Rückfragehinweis:

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