Mitterlehner zu Wifo-/IHS-Prognose: Mit Optimismus und gezielten Maßnahmen gegen Wachstumsdelle
Wirtschaftsminister: Konjunktur und Export weiter stärken - Triple-A durch kluges Sparen absichern
Wien (OTS/BMWFJ) - Die von Wifo und IHS präsentierten
Konjunkturprognosen bestätigen für Wirtschaftsminister Reinhold
Mitterlehner, dass Österreichs Wirtschaft im Jahr 2012 vor großen
Herausforderungen steht, aber trotz des erwarteten Abschwungs gut
aufgestellt ist. "Die Finanz- und Schuldenkrise beeinträchtigt
zunehmend die Realwirtschaft, dennoch gibt es mittelfristig genug
weltweite Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen unserer
Unternehmen. Daher setzen wir weiter auf Optimismus und gezielte
Maßnahmen zur Unterstützung der Konjunktur und des Strukturwandels",
betont Mitterlehner. Das Wifo reduziert die BIP-Prognose für 2012 auf
plus 0,4 Prozent, während für die Eurozone sogar eine Stagnation
erwartet wird. 2013 soll die Wirtschaft in Österreich wieder um 1,6
Prozent wachsen. Laut IHS liegt das Wachstum 2012 bei 0,8 Prozent und
2013 bei 1,9 Prozent.
Gegen eventuelle Kreditengpässe aufgrund der höheren
Eigenkapitalerfordernisse der Banken stehen über die Förderbank
Austria Wirtschaftsservice (aws) wieder Haftungen und zinsgünstige
ERP-Kredite zur Verfügung. "Allein 2012 steht zum Beispiel ein um 35
Millionen Euro aufgestocktes ERP-Kreditvolumen von 560 Millionen Euro
bereit, wodurch Investitionen in neue Produkte, Verfahren und
Dienstleistungen von über einer Milliarde Euro ermöglicht werden",
sagt Mitterlehner. Unternehmen profitieren dabei von einer
zinsgünstigen, gesicherten und langfristig planbaren Finanzierung,
die für 6-12 Jahre bereitgestellt wird (2 Jahre tilgungsfrei). Die
ERP-Kredite werden nicht aus dem Budget finanziert, sondern stammen
aus den Erträgen des ehemaligen Marshall-Plans. Aus diesem Topf
werden auch ERP-Kleinkredite vergeben, die mit einem Volumen von bis
zu 100.000 Euro auf Ein-Personen-Unternehmen und kleine Betriebe
ausgerichtet sind.
Als entscheidende Aufgabe für 2012 sieht Mitterlehner auch die
Umsetzung der Schuldenbremse und der dafür notwendigen Maßnahmen, um
den Triple-A-Status Österreichs nachhaltig zu sichern. "Wir müssen
viele Strukturen deutlich effizienter machen. Gleichzeitig müssen wir
uns vornehmen, bei allen Sanierungsnotwendigkeiten klug zu sparen,
also zum Beispiel Ausgaben für Forschung und Entwicklung und für
Bildung nicht zu kürzen. Ansonsten wird unsere Wirtschaft langfristig
nicht konkurrenzfähig sein", betont Mitterlehner. Denn zwei Drittel
des BIP-Wachstums in Österreich beruhen laut einer
WIFO-Langzeitstudie auf Forschung, neuen Technologien, Innovation und
Bildung.
Eine weiterhin entscheidende Rolle für Österreichs Konjunktur spielt
der Export, der laut Wifo im Jahr 2012 um 3,5 Prozent wachsen soll.
"Mit unserer Internationalisierungsoffensive wollen wir vor allem die
Marktpotenziale in den weniger verschuldeten und wachstumsstarken
Ländern außerhalb Europas stärker nutzen", betont Mitterlehner unter
Verweis auf das Wachstum der Weltwirtschaft von prognostizierten 3,2
Prozent für 2012. "Eine Diversifizierung in Richtung neuer Märkte,
Produkte und Dienstleistungen ist der Schlüssel zum Erfolg", so
Mitterlehner.
"Angesichts der kommenden Herausforderungen setzen wir auch 2012 auf
unsere bewährte Triple-I-Strategie, mit der wir Investitionen
unterstützen, Innovationen lancieren und die Internationalisierung
fördern", so Mitterlehner abschließend.
Familie und Jugend
Mag. Waltraud Kaserer
Pressesprecherin des Ministers
Tel.: +43 (01) 71100-5108 / Mobil: +43 664 813 18 34
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