• 20.12.2011, 12:06:05
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Jakob Auer: Kampfbereitschaft der Bauern nicht unterschätzen

Scharfe Ablehnung einseitiger Belastungen für die Landwirte

Wien (OTS) - "Einseitige Sparschnitte und Belastungswellen für die
Bauern lehne ich ganz entschieden ab", kommentierte
Bauernbund-Präsident Jakob Auer ein an die Medien gespieltes
24-Punkte-Programm von Koalitionspartner SPÖ. Wo bliebe außerdem die
von der SPÖ vielstrapazierte Gerechtigkeit, wenn viele Berufsgruppen
Lohnabschlüsse von über 4% erzielen und die Bauern als Einzige ein
Minus hinnehmen müssten. "Das Einkommensminus von 30% aus dem Jahr
2009 ist noch nicht verdaut, da will die SPÖ den Bäuerinnen und
Bauern schon wieder in den Säckel fahren", kritisiert Auer die von
Staatssekretär Andreas Schieder kolportierten Sparvorschläge. "Damit
zeigt die SPÖ deutlich, dass es ihr nicht um intelligentes Einsparen
geht, sondern um Steuererhöhungen, die den breiten Mittelstand dieses
Landes massiv betreffen und den Wirtschaftsstandort als Ganzes in
Frage stellen würde", stellte Auer klar.

Intelligente Budgetsanierung funktioniert durch Sparen

"Es sind die 187.000 land- und forstwirtschaftlichen Betriebe, die
den Standort tragen, die Wirtschaftskraft im ländlichen Raum sind und
die Bevölkerung mit Lebensmitteln und Energie versorgen", verwies
Auer auf die Leistungen der Landwirtschaft. Österreich habe kein
Einnahmen-, sondern ein massives Ausgabenproblem. "Die SPÖ schwingt
die Steuerkeule, ohne die Kostentreiber wie Pensionen, Gesundheit,
Verwaltung und Infrastruktur zu berücksichtigen. Wenn wir ernsthaften
Reformen weiterhin aus dem Weg gehen, kostet das zigtausende
Arbeitsplätze in Wirtschaft und Landwirtschaft", warnte Auer vor
einem Jobvernichtungs-Programm.

Das Steuerreform-Programm der ÖVP beruhe auf sechs Punkten,
erinnerte der Bauernbund-Präsident. "Ein 24-Punkte-Programm war und
ist uns bis dato offiziell nicht bekannt. Diese Vorgehensweise lehne
ich als unkoordiniertes Probespiel eines Staatssekretärs auf der
Klaviatur der Steuerorgel ab", sagte Auer. Bevor Finanzministerin
Maria Fekter ihr Steuer-Reformpaket nicht in Zahlenvorschläge
gegossen habe, brauche es kein SPÖ-Präludium, will Auer die
Vorschläge nicht im Detail kommentieren und stellt Folgendes klar:
"Wenn es zu Belastungen kommt, dann ausgeglichen für alle
Bevölkerungsgruppen und nicht einseitig für die Bäuerinnen und
Bauern. Da unterschätzt man die Kampfbereitschaft der Landwirte und
des Bauernbundes", findet Auer deutliche Worte.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Bauernbund Österreich
Mag. Andrea Salzburger
Tel.: +43 1 505 81 73 - 28, Mobil: +43 699 1810 1805
mailto:[email protected]
www.bauernbund.at

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