• 19.12.2011, 17:47:19
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Innenministerin Johanna Mikl-Leitner ehrte Österreichs Zivildiener des Jahres 2011

Der Salzburger Daniel Innerkofler wurde am 19. Dezember 2011 zum Zivildiener des Jahres 2011 gewählt. Eine Expertenjury wählte aus allen Landessiegern den Bundessieger.

Wien (OTS) - Der Salzburger Daniel Innerkofler wurde am 19.
Dezember 2011 auf Grund seiner außergewöhnlichen Leistungen im
Seniorenwohnhaus Sankt Nikolaus in der Stadtgemeinde Oberndorf bei
Salzburg zum Zivildiener des Jahres 2011 gewählt. Eine Expertenjury
wählte aus allen Landessiegern - Innerkofler war Landessieger in
Salzburg - den Bundessieger.

"Der Zivildienst kommt vor allem sozial benachteiligten Menschen
zugute, also jenen Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Der
Zivildienst bringt aber auch für die Zivildiener Vorteile mit sich:
Viele von ihnen treffen zum ersten Mal in ihrem Leben auf
Mitmenschen, die lernen mussten, mit Schicksalsschlägen wie Armut
oder körperlichen Beeinträchtigungen zu leben", sagte Innenministerin
Johanna Mikl-Leitner anlässlich der Verleihung des vierten
Zivildienst-Awards am 19. Dezember 2011. "Immer mehr junge Menschen
wollen den Zivildienst absolvieren und das ist gut so, denn die
Anzahl der österreichischen Rettungsfahrten hat in den letzten zehn
Jahren um nahezu 30 Prozent zugenommen. Unsere Gesellschaft wird
älter und somit pflegebedürftiger und auch Sozialhilfeeinrichtungen
werden immer stärker in Anspruch genommen."

In diesem Jahr gab es nicht nur neun, sondern elf Landessieger, denn
in den Bundesländern Niederösterreich und in Wien wurden jeweils zwei
Landessieger prämiert. Aus diesen elf Landessiegern wählte eine
Expertenjury Daniel Innerkofler zum Bundessieger 2011.
"Daniel Innerkofler ist aufgrund seines Einfühlungsvermögens und
seiner Höflichkeit sehr schnell zum Sonnenschein seiner Einrichtung
geworden", sagte Mikl-Leitner. "Bei diversen Heimfeiern hat er -
teilweise auch in seiner Freizeit - bei der Vorbereitung mitgeholfen
und hat durch selbstgemachte Dekorationen für ein entsprechendes
Ambiente für die Heimbewohnerinnen und -bewohner gesorgt", betonte
die Innenministerin. Als es im März im Seniorenwohnheim gebrannt hat,
hat er bei den Löscharbeiten geholfen.
Die Innenministerin gratulierte auch den anderen Landessiegern
herzlich, denn "auch sie haben hervorragende und vorbildliche Arbeit
geleistet".
Landessieger
Die Leistungen der nominierten Landessieger wurden von den
Verantwortlichen der Organisationen, in denen sie tätig waren, wie
folgt begründet.

Wien

Raphael Marton absolvierte seinen Zivildienst im Therapieinstitut
Keil. Er arbeitete in einer Schulgruppe mit acht Kindern, die an
Wahrnehmungsbeeinträchtigungen, Mehrfachbehinderungen, ICP und
Autismus Spektrumstörung litten. Raphael erwies sich während der
Arbeit als liebevoll und einfühlsam, wodurch er ungewöhnlich rasch
einen guten emotionalen Kontakt zu den ansonsten introvertierten
Kindern aufbauen konnte. Das führte nicht nur bei den Kindern,
sondern auch bei den Teammitgliedern zu immer wiederkehrenden
Leistungs- und Motivationsschüben.
Elija Feigl leistete seinen Zivildienst im Don Bosco Flüchtlingswerk
Austria, einem Jugendwohnheim für unbegleitete minderjährige
Flüchtlinge. Er beeindruckte vor allem mit seiner pädagogischen Gabe.
Er baute zu den Jugendlichen rasch einen sehr positiven Kontakt auf,
der von Vertrauen geprägt war. Die Jugendlichen fragten ihn oft um
Rat, er organisierte Freizeitaktivitäten mit den Burschen, war
meistens fröhlich bei der Arbeit und sehr hilfsbereit. Dadurch gab er
den Jugendlichen ein positives Beispiel.

Niederösterreich:

Benjamin Kail und Thomas Holubovsky waren Zivildiener beim Roten
Kreuz in der Bezirksstelle Waidhofen an der Ybbs. Die beiden
Zivildienstleistenden reanimierten eine Patientin, die einen Atem-
und Kreislaufstillstand erlitt, und retteten ihr das Leben.

Oberösterreich:

Christoph Grabmer war im Haus Vogleweide/Laahen der Seniorenbetreuung
der Stadt Wels tätig. Er nahm sich vor allem eines Mannes an, der an
Parkinson erkrankt war. Der Mann fühlte sich durch Christoph Grabmer
wertgeschätzt und psychisch gut betreut. Als der Mann Alarm schlug,
weil er zu ersticken drohte, rettete ihm Grabmer das Leben.

Tirol:

Christof Jungmann war als Zivildiener im Elisabethinum Axams, einer
Einrichtung des Seraphinischen Liebeswerkes der Kapuziner. Er
unterstützte Kinder, die sich nicht verbal ausdrücken konnten, bei
unterschiedlichen Aufgaben. Er zeichnete sich durch seine
Selbstständigkeit und Verlässlichkeit aus und kam immer mit einer
positiven Lebenseinstellung in die Schule.

Steiermark:

Hannes Urstöger war beim Verein Leib & Söl bei der Tagesstätte für
Menschen mit Behinderungen tätig. Schon nach kurzer Zeit entwickelte
sich eine ganz besondere Beziehung zwischen ihm und den Klientinnen
und Klienten. Dank seiner Empathie und seines Einfühlungsvermögens
hatte er sofort einen außergewöhnlich guten Draht zu allen betreuten
Personen. Es entwickelten sich echte Freundschaften, die im privaten
Rahmen durch Treffend und Telefonate in der Freizeit gepflegt werden.

Kärnten:

Jonathan Zimmer leistete seinen Zivildienst bei der Lebenshilfe
Klagenfurt. Er war immer freundlich und verhielt sich den Klientinnen
und Klienten gegenüber stets offen, kontaktfreudig, kommunikativ,
aufmerksam und hilfsbereit.

Vorarlberg:

Thomas Kulhay war bei der Lebenshilfe Vorarlberg, Werkstätte Hard,
tätig. Er zeigte großes Interesse an der Arbeit mit Menschen mit
Beeinträchtigungen und fiel vor allem durch seine Pünktlichkeit,
Kreativität, Hilfsbereitschaft und Ehrlichkeit auf.

Burgenland:

Dominik Pingitzer leistete seinen Zivildienst beim Österreichischen
Roten Kreuz in der Bezirksstelle Oberpullendorf. Er übernahm im
Notfall zusätzliche Aufgaben und konnte durch seine
überdurchschnittliche Auffassung, seinen Ehrgeiz und seine
Lernbereitschaft überzeugen.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Inneres
   Mag. Andreas Wallner, Pressesprecher der Bundesministerin
   Tel.: +43-(0)1-53126-2027
   mailto:[email protected]
   
   Bundesministerium für Inneres 
   Kompetenzcenter Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit - Pressestelle
   +43-(0)1-53 126-2488
   [email protected]
   www.bmi.gv.at

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