- 18.12.2011, 09:36:51
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Bayr: Viele Chancen der Süd-Süd-Kooperation nutzen
Armutsbekämpfung und nicht Ausbeutung muss Zweck von Zusammenarbeit sein
Wien (OTS/SK) - "Die Kooperation zwischen Ländern des Südens mit
dem Ziel, sich gegenseitig bei der Entwicklung von nachhaltiger
Wirtschaft, Aufbau von sozialer Infrastruktur oder Transfer von
passendem Know-how zu unterstützen, gewinnt erfreulicherweise immer
mehr Raum und gibt so Entwicklungsländern die Möglichkeit, auf
Augenhöhe wechselseitig von ihren Erfahrungen zu profitieren", betont
Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung,
anlässlich des "Welttages für die Süd-Süd-Kooperation" am 18.
Dezember gegenüber dem SPÖ-Pressedienst . ****
Ein vermehrtes Augenmerk müsse bei Süd-Süd-Kooperationen darauf
gelegt werden, dass es auch zwischen den ärmeren Ländern nicht zu
einer Ausbeutung der einen durch die anderen kommt, bekräftigt Bayr
mit einem Blick auf Aktivitäten von China oder arabischen Ländern vor
allem in Afrika, wo es immer mehr zu Landgrabbing mit allen negativen
Folgen für die einheimische Bevölkerung kommt. "Viele
Subsistenz-Bäuerinnen und -Bauern haben dann keinen Zugang zu ihrem
angestammten Ackerland mehr, weil dieses von ihren Regierungen an
andere Länder vermietet, verpachtet oder verkauft wurde, damit jene
darauf entweder Nahrungsmittel für die eigene Bevölkerung anbauen,
Energiepflanzen für Agrotreibstoffe ernten oder das Land schlicht als
Investment betrachten", kritisiert Bayr die Landnahme durch eigene
Behörden.
Bei der Kooperation zwischen Ländern des Südens müsse die
Einhaltung von Menschenrechten, der Vorrang von
Ernährungssouveränität und der nachhaltige Umgang mit Ressourcen
ebenso ein fixer Bestandteil von Verträgen sein, wie das zwischen
unterschiedlich reichen Ländern der Fall ist, ist Bayr überzeugt und
drängt auf eine Süd-Süd-Zusammenarbeit, bei der wirklich die
Armutsbekämpfung in allen beteiligten Ländern Priorität haben muss
und nicht die kurzfristige Ausbeutung von Ressourcen, Bodenschätzen
oder immer rarer werdender bewirtschaftbarer Ackerflächen Ziel
solcher "Kooperationen" sein darf. (Schluss) bj
Rückfragehinweis:
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Tel.: 01/53427-275
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