- 17.12.2011, 10:29:04
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Bayr zum Tag der Migranten: 86 Prozent der Migration innerhalb Entwicklungsländer
MigrantInnen als BotschafterInnen für solidarische Entwicklungspolitik einbeziehen
Wien (OTS/SK) - "86 Prozent der weltweiten Migration spielt sich
innerhalb der so genannten Entwicklungsländer ab, weil Menschen vom
Land in die Stadt, oder in Krisenfällen in ein direktes Nachbarland
abwandern. Arme Länder haben also eine wesentlich größere Bürde bei
der Aufnahme, der Versorgung und der Integration von Flüchtlingen zu
tragen, als der reichere Norden", so Petra Bayr,
SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, anlässlich des
"Internationalen Tages der Migrantinnen und Migranten " der Vereinten
Nationen am 18. Dezember. ****
"Was wie das Faktum oben auch in der öffentlichen Debatte oft
übersehen wird, ist, dass Migration nicht nur einen Braingain - also
einen Gewinn an Knowhow - für die Einen, sondern automatisch einen
Braindrain - also einen Verlust von Investitionen in Ausbildung und
Schulung - für die Anderen bedeutet. Wenn zum Beispiel hunderte gut
ausgebildete malawische Ärzte und Krankenschwestern in der EU Arbeit
finden, dann müssten wir das eigentlich dementsprechend dem Staat
Malawi abgelten, wie beim Fußball, bei einem Spielerwechsel", so
Bayr.
Bayr sieht in gut integrierten Migrantinnen und Migranten auch
wichtige Botschafterinnen und Botschafter für die Idee der
internationalen Solidarität und der Information über
Entwicklungspolitik: "Zuwanderer und Zuwanderinnen aus
Entwicklungsländern schaffen es wohl besser als jeder andere, uns
hier ein Bild von ihrer Heimat zu vermitteln, von den Nöten und
Bedürfnissen ebenso wie von den Visionen und Chancen, die die
Menschen in anderen Ländern hegen. Sie sind damit wichtige
Aufbereiterinnen und Aufbereiter für den Nährboden einer
solidarischen Entwicklungspolitik, die von vielen Österreicherinnen
und Österreichern jetzt schon breit befürwortet wird."
Am 18. Dezember 1990 wurde die "Internationale Konvention zum Schutz
der Rechte aller Migranten und ihrer Familienangehörigen" von der
UN-Vollversammlung angenommen. Sie ist der primäre internationale
Standard mit dem Regierungen ihre nationalen gesetzlichen
Schutzmechanismen für Migrantinnen und Migranten messen. Die
Konvention trat mit 1. Juli 2003 in Kraft. (Schluss) mis/mp
Rückfragehinweis:
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