• 16.12.2011, 10:19:47
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Volkshilfe zum Internationalen Tag der MigrantInnen

Weidenholzer: "Chancengleichheit am Arbeitsmarkt ist Grundvoraussetzung für Integration"

Wien (OTS) - Anlässlich des Internationalen Tages der MigrantInnen
fordert Volkshilfe Präsident Univ. Prof. Dr. Josef Weidenholzer
umfassende Maßnahmen gegen Diskriminierung von MigrantInnen am
Arbeitsmarkt. Mit 17% ist der Anteil von MigrantInnen an der
Gesamtbevölkerung in Österreich größer als in den meisten anderen
Ländern der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung). Ein aktueller OECD-Bericht zeigt, dass Zuwanderer
oftmals unter ihrem Qualifikationsniveau arbeiten und häufiger
arbeitslos sind. "Chancengleichheit am Arbeitsmarkt ist aber ein Maß
sozialer Gerechtigkeit und eine Grundvoraussetzung, damit Integration
gelingen kann", betont Präsident Weidenholzer.

OECD: Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration von Zuwanderern fehlen

Ein im November dieses Jahres präsentierter Bericht der OECD zur
Arbeitsmarktintegration von Zuwanderern und deren Kindern in
Österreich zeigt auf, dass fast ein Drittel der Zugewanderten keinen
Job findet, der ihrem Ausbildungsniveau entspricht. Besonders
benachteiligt sind Frauen aus einkommensschwachen Ländern. Aber auch
mit einem höheren österreichischen Bildungsabschluss haben Kinder von
Zugewanderten nicht die gleichen Arbeitsmarktchancen wie
Gleichaltrige, deren Eltern in Österreich geboren wurden. Die OECD
kritisiert vor allem, dass umfassende Maßnahmen zur
Arbeitsmarktintegration auf Bundesebene fehlen und Diskriminierung
von MigrantInnen zu wenig thematisiert werde.

Volkshilfe fordert Chancengleichheit am Arbeitsmarkt

Volkshilfe Präsident Weidenholzer fordert einen Abbau von Hürden
beim Arbeitsmarktzugang, eine unkomplizierte Anerkennung von nicht in
Österreich erworbenen Bildungsabschlüssen und spezifische Beratungs-
und Weiterbildungsangebote. "Wenn wir die Potentiale von MigrantInnen
nicht in vollem Ausmaß nutzen, ist das auch ein Verlust für die
Gesellschaft." Ausdrücklich begrüßt er die Initiative von
Sozialministers Rudolf Hundstorfer, wonach MigrantInnen im
Arbeitsmarktservice als speziell förderwürdige Gruppe definiert
wurden.

"Wir müssen aber auch den Blick auf strukturelle Diskriminierung
schärfen und gezielte Maßnahmen setzen. MigrantInnen müssen über ihre
Rechte im Kampf gegen Diskriminierung informiert und die
Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert werden", so Weidenholzer
abschließend.

Rückfragehinweis:
Mag. (FH) Margit Kubala
Presse und Kommunikation
T +43 (0) 1 402 62 09 14
E-Mail: [email protected]

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