- 15.12.2011, 14:11:05
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AK zur November-Inflation: Spekulanten endlich einen Riegel vorschieben!
Wien (OTS) - "Die Preistreiberei geht für die Konsumenten weiter",
sagt AK Präsident Herbert Tumpel zur gestiegenen Inflation im
November von 3,6 Prozent. "Gerade Lebensmittel und Sprit sind wieder
teurer geworden und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen
dafür tief ins Geldbörsel greifen", so Tumpel. Einen wesentlichen
Anteil an den hohen Preisen gerade für Nahrung und Mineralölprodukte
haben die weltweit angestiegenen Spekulationen. "Die Zeche zahlen die
Konsumenten. Während es immer noch zu wenig Maßnahmen gegen
Spekulationen gibt. Das ist ungerecht", betont Tumpel.
Die AK verlangt konkret klare Maßnahmen gegen die Preistreiber:
+ Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln kontrollieren: Steigen bei
uns Grundnahrungsmittelpreise stärker als in vergleichbaren Ländern,
muss der Wirtschaftsminister prüfen lassen, wodurch der
"Österreich-Aufschlag" zustande kommt.
+ Spekulationen unterbinden: Die Regierung muss sich auf EU-Ebene für
Maßnahmen gegen Spekulationen auf den Rohstoffmärken einsetzen, vor
allem auf dem Ölmarkt.
+ Derzeit laufen Gespräche über ein neues Wettbewerbs- und
Kartellgesetz. Hier muss der Wirtschaftsminister die gesetzlichen
Rahmenbedingungen für ein Wettbewerbsmonitoring - gerade in den
sensiblen Bereichen wie Lebensmittel - schaffen.
+ Sprit-Preisbildung untersuchen: Die EU-Kommission muss die
Preisbildung bei Rohöl und Sprit prüfen. Die AK hat die EU schon
wiederholt aufgefordert, den europäischen Mineralölmarkt zu
untersuchen - allein die EU-Kommission bleibt untätig.
+ Die Bundeswettbewerbsbehörde muss auch den österreichischen
Treibstoffmarkt genau unter die Lupe nehmen. In Deutschland ist das
durch das deutsche Bundeskartellamt bereits passiert. Das Ergebnis:
Die Marktmacht fünf großer Multis zieht ein höheres Preisniveau nach
sich - die Marktstruktur ist auch in Österreich so
Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
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