• 14.12.2011, 08:45:31
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Wirtschaft für Integration: "Weckruf für die österreichische Wirtschaft - wagen Sie den zweiten Blick!"

MigrantInnen arbeiten oft unter ihrem Qualifikationsniveau

Wien (OTS) - "Wagen Sie den zweiten Blick!" so ermutigt der
Verein "Wirtschaft für Integration" (VWFI) zu einer "größeren
Offenheit gegenüber BewerberInnen mit Migrationshintergrund!" Die
Obleute des VWFI Georg Kraft-Kinz und Ali Rahimi wollen diese
Ermutigung "als Weckruf für Personalisten und ManagerInnen"
verstanden wissen.

In einem kürzlich von der Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veröffentlichten Bericht wird
festgehalten, dass in Österreich 27 Prozent der Einwandererinnen und
30 Prozent der Einwanderer keinen Job finden, der ihrem
Ausbildungsniveau entspricht. Dem Bericht zufolge stellt die
Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse die größte Hürde auf dem
Weg zu einer Beschäftigung, die der tatsächlichen Qualifikation
entspricht, dar.

"Integration braucht Chancengleichheit am Arbeitsmarkt"

"Chancengleichheit am Arbeitsmarkt ist einer der Eckpfeiler einer
demokratischen Gesellschaft. Die von der OECD veröffentlichten Zahlen
sollten ein Weckruf sein", warnen die Obleute des VWFI.

"MigrantInnen die unter ihrem Ausbildungsniveau arbeiten, das ist
ein Verlust für die österreichische Wirtschaft, Wissen und
Engagement gehen damit verloren", so Kraft-Kinz und Rahimi.

"Damit Integration Zinsen tragen kann"

Nachdenklich stimmt die beiden Vereinsobleute ein heuer von dem
Wiener Bildungswissenschaftler Mikael Luciak veröffentlichter
Aufsatz, nach welchem die Wahrscheinlichkeit für MigrantInnen, eine
ihren Qualifikationen entsprechende Arbeitsstelle zu erhalten, mit
zunehmender Qualifikation abnimmt. "Wir müssen die Rahmenbedingungen
prüfen, die es qualifizierten MigrantInnen ermöglichen, ihrer
Ausbildung und Qualifikation entsprechend zu arbeiten", fordern
Kraft-Kinz und Rahimi. "Hier besteht dringender Handlungsbedarf,
damit Integration Zinsen tragen kann", so die beiden Vereinsobleute.

Qualifikationen sichern - fordern und fördern

Der Verein Wirtschaft für Integration setzt sich für einen
potentialorientierten Umgang mit dem Thema Integration ein. Die Ziele
des vom VWFI initiierten ersten Österreichischen Integrationstages
(nachzulesen auf http://www.vwfi.at/integrationstag.html)
unterstreichen diesen Ansatz.

Aktuell macht der VWFI mit dem Mehrsprachigen Redewettbewerb
"SAGS'S MULTI" die Talente junger Menschen aus zugewanderten Familien
sichtbar - www.sagsmulti.at. Ein Hinweis für die Redaktionen: Bei der
Regionalauascheidung am Schulschiff in Wien am 21.Dezember werden
auch Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz und Generaldirektor
Andreas Brandstetter, Vorstandsmitglied des VWFI und Hauptsponsor des
Wettbewerbes erwartet.

Die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien (RLB NÖ-Wien) ist Gründungs- und
Hauptsponsor von "Wirtschaft für Integration".

Rückfragehinweis:

Mag.a Meri Disoski
   Presse- und Marketingsprecherin
   Verein "Wirtschaft für Integration"
   Quartier 21/MQ
   Museumsplatz 1, E-1.4
   1070 Wien
   Tel.: + 43 1 94 44 846
   Mobil: +43 (0) 676 44 57 653
   [email protected]
   www.vwfi.at

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