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OTS0229   13. Dez. 2011, 20:58

Das kann nur eines heißen ... (von Claudia Grabner)

Ausgabe 14. Dez. 2011


Betrachten wir das Ganze einmal nüchtern und
fragen wir also sachlich, unprätentiös nach seinen Gründen: Warum
fordert FPÖ-Chef HC Strache den Austritt aus der EU (nichts anderes
bedeutet sein einfältiges Credo "keinen Steuer-Cent mehr nach
Brüssel") - und riskiert damit, sich selbst ins Out und raus aus
seinem Kanzler-Vizekanzler-Regierungstraum zu schießen? Weil, so hört
man erstaunt aus FPÖ-Kreisen, "ihm Hunderttausende Österreicher dafür
zujubeln". Ah ja! Womit aber noch nicht geklärt ist, weshalb Strache
fürs Zujubeln sein Ziel aufs Spiel setzt: Wer nämlich wird mit einer
Raus-aus-der-EU-FPÖ koalieren? Die ÖVP sicher nicht, die SPÖ schon
gar nicht. An diesem Frage-Punkt wird man aber auch schon mit der
zweiten Belehrung überrascht: "Man kann sich ja auf einen Kompromiss
einigen". Einwurf: Was ist der Kompromiss von raus aus der EU? Ein
bisschen raus? Kaum. Bleibt nur der Totalumfaller: Wir bleiben drin
in der EU. - Was aber erst ausgepackelt wird, wenn die
Hunderttausenden ihre Stimme blauäugig blau abgeliefert haben.
Landläufig sagt man dazu: Wenn man sie für vertrottelt verkauft hat
...

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0229 2011-12-13 20:58 132058 Dez 11 KTI0001 0193



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