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OTS0179   13. Dez. 2011, 14:21

GLOBAL 2000: Berlakovich als Umweltminister für diese Regierung nicht mehr tragbar

Berlakovich schlägt sich im Klimaschutz auf die Seite der Versager und Drückeberger


Wie in den Morgenstunden verlautbart wurde, steigt
Kanada aus dem Kyoto-Protokoll aus - und drückt sich so um
Strafzahlungen in der Höhe von umgerechnet über 10 Milliarden Euro.
Österreichs Umweltminister Nikolaus Berlakovich scheint sich daran
nun ein schlechtes Beispiel nehmen zu wollen. Nachdem Berlakovich im
eigenen Land die Klimaschutzziele deutlich verfehlt, versucht er sich
jetzt aus der Verantwortung zu stehlen und stellt die Strafzahlungen
Österreichs - etwa eine Millarde Euro - in Frage.

Johannes Wahlmüller, Klimaexperte von GLOBAL 2000, ist entsetzt:
"Minister Berlakovich predigt Wasser und trinkt Wein: Erst vor
wenigen Tagen wurde in Durban eine Verlängerung des Protokolls sowie
eine neue Vereinbarung zum Klimaschutz beschlossen - und jetzt will
Berlakovich doch über die Strafzahlungen 'diskutieren'?" GLOBAL 2000
erwartet sich von einem Minister, Verantwortung für sein Handeln zu
übernehmen, wie das alle ÖsterreicherInnen auch tun müssen. "Was
kommt als nächstes: Ein Minister im Amt, der sein Strafmandat nicht
bezahlt?"

Auch das Vorgehen Kanadas ist für Wahlmüller mehr als befremdlich:
"Leider war es keine Überraschung, Kanada hatte es ja schon während
der UN-Klimakonferenz in den vergangenen Wochen angedeutet - das
heißt aber nur, dass es sich also um eine erwartete Katastrophe
handelt. Kanada ist das zweitgrößte Land der Welt und stiehlt sich
aus der Verantwortung. Schon jetzt zahlen Entwicklungsländer mehr für
den Klimaschutz als reiche Industrieländer - der Ausstieg Kanadas ist
schlicht ein Schlag ins Gesicht der internationalen
Staatengemeinschaft."

Wahlmüller adressiert Minister Berlakovich: "Es kann nicht sein, dass
Österreich sich nun gerade Kanada zum Vorbild nimmt. Dem ohnehin
leider zu schwachen Kyoto-Protokoll jetzt auch noch die Zähne ziehen
zu wollen, ist unverantwortlich und eines sogenannten Umweltministers
definitiv nicht würdig."

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0179 2011-12-13 14:21 131421 Dez 11 GLL0001 0315



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