MONTECUCCOLI: GEFEIERTER ERFOLG VON DURBAN IST OFFENSICHTLICHER MISSERFOLG FÜR DAS KLIMA
Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich enttäuscht vom Ausgang des Klimagipfels in Durban
Wien (OTS) - In weite Ferne gerückt sind nach den Verhandlungen
des Klimagipfels von Durban handfeste Fakten und politische Maßnahmen
zum Stopp eines sich wandelnden Weltklimas. "Die Aufschiebung
sämtlicher schon seit Jahren überfälliger Maßnahmen und Richtlinien
bis nach 2015 bringt uns keinen Schritt weiter zu einer nachhaltigen
Klima- und Energiepolitik", zieht Felix Montecuccoli, Präsident der
Land&Forst Betriebe Österreich, eher ernüchtert Bilanz vom Ausgang
des mit großen Erwartungen verknüpften Klimagipfels in Südafrika.
"Wald ist ein langsames und träges Ökosystem und braucht
Anlaufzeiten, um auf geänderte Bedingungen zu reagieren. Umso
wichtiger sind rasche Maßnahmen, um auch tatsächlich Unterschiede
spürbar werden zu lassen", so der Forstwirt Montecuccoli.
Die Verschiebung des Post-Kyoto-Prozesses sowie verbindlicher
Emmissionsreduktionen in den großen Industrienationen USA, Indien und
China in das Jahr 2020 sieht Montecuccoli als groben Fehler und
Fahrlässigkeit im Umgang mit Umwelt und Ressourcen. Der Klimawandel
hat nicht nur Auswirkungen auf einzelne Regionen, sondern auf die
gesamte Wirtschaft, die politische und soziale Situation - und auf
die Verfügbarkeit erneuerbarer Energiequellen. "Hochwasser, Dürre und
Stürme betreffen vor allem die Landbewirtschaftung und damit den
Schlüssel zu nachwachsenden Rohstoffen. Wenn wir nicht rasch in
Emmissionsfragen und der Energiepolitik aktiv handeln und Maßnahmen
setzen, entziehen wir uns die Möglichkeiten der Nutzung biogener
Rohstoffen nachhaltig und unwiderbringlich", skizziert Montecuccoli
die ganze Bandbreite versäumter aktiver Klimapolitik.
Auch wenn es in Durban nicht zum erhofften Schulterschluss gekommen
ist, muss jetzt auf nationaler und kontinentaler Ebene
weitergearbeitet werden. "Das Weltklima lässt sich, anders als das
Gewissen der handelnden Politikerinnen und Politiker, nicht mit
Ankündigungen beruhigen, sondern nur mit Fakten", fordert
Montecuccoli mehr Mühe und Nachhaltigkeit in der Klimapolitik. "Zu
einer sofortigen Umsetzung der erhöhten Beimischung von Biosprit in
die Kraftstoffe fehlt beispielsweise nur der politische Wille im
zuständigen Verkehrsministerium", so Montecuccoli abschließend.
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