• 09.12.2011, 11:38:23
  • /
  • OTS0106 OTW0106

Kärnten und Slowenien: Klares Ja zu zweiter Vollröhre des Karawankentunnels

LH Dörfler und Sloweniens Verkehrsminister Vlacic unterzeichneten gemeinsames Memorandum in Brdo/Slowenien

Klagenfurt (OTS/LPD) - Der Bau der zweiten Vollröhre des
Karawankentunnels ist für Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard
Dörfler seit Jahren eine Notwendigkeit. Diese Engstelle im
gesamteuropäischen Verkehrskorridor X müsse unbedingt aus
Sicherheitsgründen und auch aus Gründen der Standortqualität für die
wirtschaftliche Entwicklung Kärntens und Sloweniens beseitigt werden,
so Dörfler. Dafür würde der auch als Lösung vorgeschlagene
Rettungstunnel keinesfalls genügen, nur der Bau der zweiten Vollröhre
sei sicher und auch wirtschaftlich günstiger als ein vielleicht
später angesetzter Ausbau eines Rettungstunnels.

Heute, Freitag, wurde ein Memorandum für den Bau der zweiten
Vollröhre des Karawankentunnels im Hotel Kokra in Brdo, Slowenien,
von Landeshauptmann Gerhard Dörfler und dem slowenischen
Verkehrsminister Patrick Vlacic offiziell unterzeichnet. Viele
Gespräche des Landeshauptmanns mit dem Verkehrsminister sowie anderen
Repräsentanten Sloweniens waren der Unterzeichnung vorausgegangen.

Ebenfalls bei der Unterzeichnung dabei waren der Leiter des
Landes-Kompetenzzentrums Straßen und Brücken, Volker Bidmon, und
Bernard Sadovnik, Obmann des Alpe-Adria Zentrums für
grenzüberschreitende Kooperation. Von slowenischer Seite nahmen neben
weiters teil: Generaldirektorin Jana Lenarcic und Tanja Kocjancic vom
Direktorat für internationale Angelegenheiten sowie Zvonko Zavasnik
vom Direktorat für Straßen.

Diese gemeinsame Absichtserklärung sei ein großer Erfolg der
Gemeinsamkeit zwischen Kärnten und Slowenien, betonte Dörfler. Sie
richte sich an die Bundesregierung und im Besonderen an das
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie sowie an
die EU.

"Es ist einmalig in der Geschichte zwischen Slowenien und
Kärnten, dass die Regierung in Laibach und die Landesregierung in
Klagenfurt ein gemeinsames Memorandum beschließen. Das ist Beispiel
für die neue Qualität einer guten Nachbarschaftspolitik nach der
Lösung der Ortstafelfrage. Außerdem zeigt es, dass wir im Bereich der
Infrastruktur eine europäische Entwicklung anstreben", so der
Landeshauptmann, der Vlacic herzlich dankte.

Für Dörfler ist die zweite Vollröhre ein Muss-Projekt. "Dieses
Projekt wird auch von Kroatien unterstützt, sodass ich davon ausgehen
kann, dass wir auch die Bundesregierung in Wien davon überzeugen
können, dass die zweite, voll ausgebaute Karawankentunnelröhre eine
verkehrstechnische Notwendigkeit ist", betonte er.

Vlacic freute sich sehr, dass Kärnten und Slowenien die gleiche
Sichtweise haben und vollwertige Verkehrsverbindungen haben wollen.
Das gemeinsame Memorandum sei ein großer Fortschritt. Der slowenische
Minister hofft, dass die gute Kooperation zwischen Kärnten,
Österreich und Slowenien auch weiterhin bestehen bleibt.

Beide Unterzeichner bekräftigen die Ziele des Memorandums, wie
mehr Verkehrssicherheit, die Beseitigung der Engstelle im Korridor X,
eine bessere Verkehrsdurchlässigkeit, die Verbesserung der
Standortqualität für beide Regionen. Auch will man sich darum
bemühen, diese Verkehrsachse in weiterer Zukunft im Verkehrs-Kernnetz
der EU zu verankern, weil die grenzüberschreitende
Straßenverkehrsverbindung europäische Bedeutung habe. Sie stellt eine
wichtige Verbindung zwischen den EU-Mitgliedsstaaten, den
Westbalkanstaaten und der Türkei dar.

Wie Dörfler ausführte, belaufen sich die Kosten für einen
Rettungsstollen auf rund 93 Mio. Euro, die Kosten für eine zweite
Vollröhre würden rund 236 Mio. Euro ausmachen. Die nachträgliche
Aufweitung eines Rettungsstollens würde jedoch rund 413 Mio. Euro
kosten, was daher eindeutig für den sofortigen Vollausbau des Tunnels
mit einer zweiten Röhre spreche.

Der Tunnel müsste ab 2019 modernisiert und ausgebaut werden, um
den neuen Sicherheitsstandards zu genügen. Im Memorandum heißt es:
"Der Karawankentunnel mit einer Länge von 7.864 Metern stellt die
einzige Engstelle am gesamten Korridor X dar, was natürlich in der
Zeit des vereinten Europas inakzeptabel ist. Eine zweite Tunnelröhre
gewährleistet auch die ständige Erreichbarkeit bei Sanierungsarbeiten
der bestehenden Röhre als auch bei den laufend zu tätigenden
Wartungsarbeiten". Nur der Bau einer zweiten Vollröhre stelle eine
langfristige und sichere Lösung dar, wurde betont. Auch werde künftig
eine weitere Zunahme der Verkehrsströme erwartet.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-10201
http://www.ktn.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NKL

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel