- 06.12.2011, 14:43:11
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Neue Oberstufe - Ministerin Schmied: Oberstufen-Reform ist "pädagogisch sinnvoll und ökonomisch wertvoll"
Zentraler Schritt zur Qualitätssteigerung - Klares Bekenntnis zu Leistungsprinzip
Wien (OTS/SK) - Anlässlich des heutigen Ministerratsbeschlusses
zur Oberstufen-Reform hat Bildungsministerin Claudia Schmied heute,
Dienstag, in einer Pressekonferenz den Gesetzesentwurf zur neuen
Oberstufe im Detail präsentiert. Für Ministerin Schmied ist klar:
"Die neue Oberstufe ist pädagogisch sinnvoll und ökonomisch
wertvoll". Die Reform der Oberstufe mit semesterweise
Lehrstoffverteilung (Kompetenzmodule) sei eine weitere "zentrale
Maßnahme zur Qualitätssteigerung an den Schulen", sagte Schmied.
Wichtige Eckpunkte der neuen Oberstufe sind u.a. ein "klares
Bekenntnis zum Leistungsprinzip" und ein umfassendes Begleitprogramm,
z.B. durch Lern-Coaching, Mentoring und Leistungskurse. Die Reform
der Oberstufe sei "in Summe kostenneutral" und bereite unsere
Schülerinnen und Schüler gut auf die Universität vor, sagte die
Ministerin bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit
SPÖ-Bildungssprecher Elmar Mayer und ÖVP-Bildungssprecher Amon. ****
Die heute im Ministerrat fixierte Reform der Oberstufe sei ein
weiterer wichtiger Schritt des großen Bildungsreformpakets:
"Mittlerweile sind wir bei Regierungsvorlage Nummer 42 angelangt",
bekräftigte Ministerin Schmied. Schon in den ersten Wochen des neuen
Jahres werde die parlamentarische Beschlussfassung der neuen
Oberstufe erfolgen, so die Bildungsministerin. Kernpunkt des neuen
Modells ist die Gliederung des Lehrstoffs ins Semesterkapitel. Diese
Gliederung in so genannte Kompetenzmodule sorge für eine
kontinuierliche Leistungserbringung im gesamten Schuljahr. Besonders
wichtig: Jedes Modul muss positiv abgeschlossen werden, erst dann ist
ein Matura-Antritt möglich. Klar ist: Alle positiv erbrachten
Leistungen bleiben erhalten.
Droht ein "Nicht Genügend", tritt ein "verdichtetes Frühwarnsystem"
mit Fördermaßnahmen (Lern-Coaching durch Lehrende, Förderkurse) in
Kraft, sagte Ministerin Schmied. Ein weiterer Vorteil ist auch das
Eingehen auf Interessen und Begabungen (Begabungsförderung). Durch
das "rundum positive Projekt" neue Oberstufe werden die Schülerinnen
und Schüler in ihrer Eigenverantwortung gestärkt, die Lehrenden
werden in ihrer Rolle als Lernbegleiter wahrgenommen. In Summe führt
die neue Oberstufe zu individuellen und effektiven Bildungswegen.
Die Reform der Oberstufe ist gut vorbereitet: Schon jetzt gibt es
dazu Schulversuche an 40 Standorten. Ziel ist, dass alle 850
Schulstandorte (AHS-Oberstufen und berufsbildende mittlere und höhere
Schulen) bis 1. September 2017 umgestellt sind. Die neue Oberstufe
gilt ab der zehnten Schulstufe, ab dem Schuljahr 2013/14 erfolgt die
schrittweise Umstellung durch Schulversuche. Im Vollausbau werden
rund 185.000 Schülerinnen und Schüler von der neuen Oberstufe
profitieren. Abschließend bedankte sich Ministerin Schmied bei
SPÖ-Bildungssprecher Elmar Mayer und ÖVP-Bildungssprecher Amon für
die "konstruktive Zusammenarbeit".
Service: Mehr Informationen zur Reform der Oberstufe gibt es unter:
www.bmukk.gv.at (Schluss) mb
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
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