- 06.12.2011, 09:31:22
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Scheitern von Durban kann eine 4-Grad-plus-Welt bedeuten
USA blockieren Verhandlungen zu ihrem eigenen Nachteil
Durban/Wien (OTS) - Durban, Dienstag, 6. Dezember 2011 - Der
Direktor des WWF International, der US-Amerikaner Jim Leape, ist
besorgt über die Entwicklungen in Durban. "Der Verhandlungsprozess
ist zu wichtig für die schwer vom Klimawandel betroffenen Länder, als
dass er durch die Regierungen einiger Länder vereitelt werden darf.
In erster Linie brauchen wir ein Paket, das den Grünen Klimafonds
endlich installiert und ausreichend Geld um ihn zu füllen", so Leape.
Der WWF-Chef kritisiert, dass die Verhandlungen zu konkreten
Reduktionszielen viel zu wenig ambitioniert sind. "Es liegt noch kein
einziges Szenario auf dem Tisch, das die Klimakatastrophe abwenden
könnte. Die Ursache für dieses Manko ist nicht die Art der
Verhandlungen sondern die Schuld liegt klar auf der Seite der
Regierungen", betont Leape und streicht hier vor allem die negative
Rolle der USA heraus.
"Als wir vor einer Woche nach Durban kamen, sprachen wir über ein
Klimaschutzprogramm für die Zeit nach 2012. Jetzt reden wir wegen den
USA und einigen anderen Ländern schon über die Zeit nach 2020 und
verlieren hier wertvolle Zeit", warnt Leape. Der WWF befürchtet, dass
bei einem Scheitern der Verhandlungen in Durban über klare
Reduktionsziele bis 2020 ein Anstieg der Erdtemperatur von vier Grad
in Kauf genommen werden muss. Die Wissenschaft geht davon aus, dass
ein Anstieg von zwei Grad gerade noch hinnehmbar wäre. Vier Grad plus
können zu nicht mehr kontrollierbaren Katastrophen führen.
Der WWF kritisiert, dass die USA den Verhandlungsprozess in Durban
massiv behindern und auch gegen die eigenen Interessen des Landes
handeln. Immerhin mussten bereits 47 von 50 Bundesstaaten in den USA
letztes Jahr wegen Wetterkapriolen, die auf den Klimawandel
zurückzuführen sind, den Notstand ausrufen. 14 dieser Katastrophen
kosteten jeweils mehr als eine Milliarde US-Dollar.
Der WWF fordert, dass die USA mehr Bereitschaft und Verantwortung für
ein verbindliches Klimaschutzabkommen zeigen, das alle Länder der
Welt bis zum Jahr 2015 einschließt. Auch der Grüne Klimafonds muss
bis dahin gefüllt sein, fordert der WWF.
Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. +43-676-83488231 (vor Ort in Durban), Handynummer in Südafrika: 076-5918317; EMail: [email protected]; Blog aus Durban auf www.wwf.at; Skype: frankopetri; Facebook: www.facebook.com/WWFOesterreich; Twitter: www.twitter.com/wwfaustria; #wwf, #wwf_media; Youtube: www.youtube.com/wwfaut. Weitere Informationen auf www.panda.org/cop17.
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