• 05.12.2011, 10:52:26
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Weidenholzer: "Unsere Gesellschaft lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht"

Josef Weidenholzer, Präsident der Volkshilfe Österreich, zum Internationalen Tag des Ehrenamts

Wien (OTS) - Anlässlich des heutigen Internationalen Tag des
Ehrenamts spricht Volkshilfe Präsident Univ.-Prof. Dr. Josef
Weidenholzer seinen Dank an "alle Ehrenamtlichen aus, die sich für
ihre Mitmenschen einsetzen" und betont die Wichtigkeit
zivilgesellschaftlichen Engagements für ein demokratisches System.
"Österreichweit sind jeden Tag hunderte ehrenamtliche Volkshilfe
MitarbeiterInnen aktiv und kämpfen in den unterschiedlichsten
Bereichen gegen Einsamkeit und Armut", sagt Weidenholzer. "Sie
leisten Besuchsdienste für ältere Menschen, organisieren
Spendensammelaktionen oder unterstützen anerkannte Flüchtlinge bei
der Integration. Sie sehen nicht weg, sondern handeln und treten für
eine gerechtere solidarischere Welt ein. Auch wenn das Europäische
Jahr der Freiwilligentätigkeit zu Ende geht, für die Volkshilfe geht
die Arbeit weiter."

"Freiwilligenarbeit in Österreich stärken"

Das "Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit zur Förderung der
aktiven Bürgerschaft 2011" (EJF) hat für viele Impulse gesorgt. Ein
Highlight war die erste Volkshilfe Ehrenamtsmesse "unbezahl(t)bar" im
Mai in Bruck an der Mur, bei der rund 40 ehrenamtliche Projekte aus
ganz Österreich präsentiert wurden. Im Juni folgte der
österreichweite Freiwilligentag. Ende November endete das EJF
offiziell mit einer Festveranstaltung in der Fachhochschule Dornbirn.
Weidenholzer begrüßt vor allem das erarbeitete Freiwilligengesetz,
das gerade in Begutachtung ist: "Ein gesetzlicher Rahmen für
ehrenamtliche Tätigkeiten wäre ein wichtiger Schritt, um
Freiwilligenarbeit zu stärken."

Trotz allem gibt es noch viel zu tun. Weidenholzer verweist
besonders auf die Verpflichtungen der öffentlichen Hand im sozialen
Bereich: "Freiwilliges Engagement ist kein Ersatz für hauptberufliche
Aufgaben sozialer Fachkräfte. Ehrenamtliche Arbeit darf nicht dazu
missbraucht werden, einen Rückzug des Staates aus sozialen Leistungen
zu rechtfertigen. Für Ehrenamtliche soll es zwar in bestimmten Fällen
Aufwandsentschädigungen geben können, aber freiwilliges Engagement
darf nicht zu schlecht entlohnter Erwerbsarbeit werden. Wir wollen
kein Sozialdumping."

"Nicht wegschauen, sondern etwas tun"

Seit 1947 setzen sich Menschen freiwillig und ohne Bezahlung
innerhalb der Volkshilfe für eine soziale und gerechte Welt ein. Auch
wenn heute die hauptamtliche Dienstleistung das Gesicht der
Volkshilfe prägt, die Seele der Organisation bleibt die
Ehrenamtlichkeit, bleibt der ganz bestimmte Geist: Nicht wegschauen,
sondern etwas tun.

Sie wollen ehrenamtlich aktiv werden? Mehr Informationen unter
www.volkshilfe.at/Ehrenamt

Rückfragehinweis:
Mag. (FH) Margit Kubala
Presse und Kommunikation
Tel.: +43 (0) 676 83 402 214
E-Mail: [email protected]

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