- 02.12.2011, 12:29:04
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Mitterlehner: "Vereinbarkeit stärken, Familienfreundlichkeit als Marke etablieren"
Wirtschafts- und Familienminister mit "Zukunftsforum Familie & Wirtschaft" in Eisenstadt - Familienfreundlichkeit schafft Mehrwert und erhöht Wettbewerbsfähigkeit
Eisenstadt (OTS/BMWFJ) - Wirtschafts- und Familienminister
Reinhold Mitterlehner war am Freitag mit dem "Zukunftsforum Familie &
Wirtschaft" bei der Wirtschaftskammer Burgenland in Eisenstadt zu
Gast. Diese Veranstaltungsreihe des BMWFJ soll in allen Bundesländern
für mehr Familienfreundlichkeit in Unternehmen und damit eine
leichtere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sorgen sowie den
Unternehmen in der jeweiligen Region neue Impulse geben. "Allein
schon aufgrund des demographischen Wandels und des Fachkräftebedarfs
wird es für Unternehmen immer wichtiger, Familienfreundlichkeit als
ihre Marke zu etablieren. Wer flexible Modelle für eine bessere
Vereinbarkeit von Familie und Beruf umsetzt, wird attraktiver für
qualifizierte Mitarbeiter und verschafft sich nachhaltige
Wettbewerbsvorteile", betonte Mitterlehner. "Der Mehrwert für die
Wirtschaft ist enorm: In familienorientierten Betrieben steigt die
Motivation, gehen die Krankenstände zurück und funktioniert die
Mitarbeiterbindung besser."
Im Rahmen des Zukunftsforums kündigte Mitterlehner auch die
Einführung eines "Berufundfamilie-Index" an. Dabei handelt es sich um
ein wissenschaftlich fundiertes Management-Instrument zur Messung und
Vergleichbarkeit des betrieblichen Familienbewusstseins. "Auf Basis
einer repräsentativen Befragung von 400 bis 500 Unternehmen wollen
wir einen neuen Index etablieren, mit dem Unternehmen über ein
Online-Tool laufend prüfen können, wie familienbewusst ihre
Personalpolitik tatsächlich ist", erläuterte Mitterlehner. Der Start
ist für August 2012 geplant.
Rund 100 Unternehmerinnen und Unternehmer sowie zahlreiche weitere
Interessierte informierten sich beim Zukunftsforum in Eisenstadt aus
erster Hand über die Vorteile von mehr Familienfreundlichkeit. Da es
bei der Vereinbarkeit kein Patentrezept gebe, sei ein
prozessorientierter Zugang notwendig, der flexible Modelle möglich
mache, so Mitterlehner. "Eine familienbewusste Unternehmenskultur
erhöht die Wahlfreiheit und schafft für jede Lebenslage die richtigen
Rahmenbedingungen. Daher wollen wir die Betriebe beim Thema
Vereinbarkeit noch stärker ins Boot holen", betonte Mitterlehner.
Besonders bewährt habe sich in dieser Hinsicht bereits das vom
Familienministerium durchgeführte Audit "berufundfamilie" - ein
Monitoring-Instrument zur Erhebung und Verbesserung der
Familienfreundlichkeit in Unternehmen.
Erfolgsmodelle für mehr Familienfreundlichkeit im Burgenland
Beim Zukunftsforum werden Vorzeigebetriebe vor den Vorhang geholt, um
anderen Unternehmen Mut zu neuen familienfreundlichen Maßnahmen zu
machen. So setzt etwa die Raiffeisen Landesbank Burgenland auf eine
familienfreundliche Unternehmenskultur und bietet flexible
Arbeitszeitmodelle an. Gleichzeitig werden Hilfestellungen für den
Wiedereinstieg nach der Karenz und finanzielle Unterstützungen
angeboten. Familienorientierte Maßnahmen werden auch von der
Schloffer GmbH gesetzt - einem Inneneinrichtungs-Unternehmen in
Großpetersdorf. Familienfreundliche Maßnahmen umfassen dort flexible
Arbeitszeiten, Teilzeitarbeitsmöglichkeiten und Heimarbeit. Die
Schlaffer GmbH bietet zudem einen monatlichen Zuschuss für Kinder bis
zu 14 Jahren sowie soziale Firmenaktivitäten mit Familien an.
Der Familienforscher Wolfgang Mazal analysierte beim Zukunftsforum
die betriebswirtschaftlichen Chancen und Herausforderungen von
familienorientierten Angeboten. "Es gibt bei der Vereinbarkeit kein
Patentrezept, aber einen Königsweg: das Audit "berufundfamilie". Denn
es braucht Lösungen, die auf das jeweilige Unternehmen abgestimmt
sind", betonte Mazal. "Nützen Sie daher die Chance auf ein Investment
in stabile, effiziente und motivierte Arbeitskräfte."
Fotos von der Veranstaltung sind auf der Homepage des
Wirtschaftsministeriums unter www.bmwfj.gv.at verfügbar.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
Sprecher des Ministers: Mag. Volker Hollenstein
Tel.: +43 (01) 711 00-5193 / Mobil: +43 664 501 31 58
mailto:[email protected]
www.bmwfj.gv.at
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