• 28.11.2011, 12:18:39
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Ministerin Heinisch-Hosek: Mobbing, sexueller Gewalt und Diskriminierung darf kein Raum geboten werden

Goldenes Kreuz stellt "Fair-Play"-Betriebsvereinbarung vor

Wien (OTS) - "Gewalt hat viele Facetten. Es lohnt sich, sich
zusammenzusetzen und einen Prozess festzulegen, wie eine Eskalation
verhindert werden kann", sagte Frauenministerin Gabriele
Heinisch-Hosek heute, Montag, bei einem Betriebsbesuch im
Privatkrankenhaus "Goldenes Kreuz". Die Ministerin hat den Beginn der
"16 Tage gegen Gewalt" zum Anlass genommen, um sich über die hier
festgeschriebene Anti-Gewalt-Vereinbarung zwischen Dienstgeber und
Betriebsrat, "Fair-Play", zu informieren.

Ziel dieser Vereinbarung sei es, im Unternehmen ein Arbeitsklima
sicherzustellen, in dem für Diskriminierung, Mobbing und sexuelle
Belästigung kein Raum bleibe, wurde die Ministerin informiert. Mit
Einrichtung einer betrieblichen Beratungsstelle, Schulungen und
Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei, wie
Geschäftsführerin Cornelia Böhm betonte, im Jahr 2009 der
entscheidende Schritt gemacht worden. Als besonders wichtig habe sich
herausgestellt, dass die Mitglieder des "Fair-Play-Teams" aus allen
Bereichen des Unternehmens kommen und teilweise auch
Migrationshintergrund haben. Das Goldene Kreuz hat rund 250
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen 85 Prozent Frauen sind
und 38 Prozent Migrationshintergrund haben. Auch unter den 25
Führungskräften des Hauses gibt es mit 72 Prozent deutlich mehr
Frauen als Männer.

Es gebe im Goldenen Kreuz gute Erfahrungen mit der
Betriebsvereinbarung. Sie bringe auch für das Unternehmen einen nicht
zu unterschätzenden Mehrwert, weil durch das gute Arbeitsklima
ausgezeichnet ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gebunden
werden. Oft seien es nur Kleinigkeiten, die es zu regeln gebe, um ein
gutes Klima zu erhalten, meinte die Ministerin und nannte Sprache und
den sensiblen Umgang miteinander als Beispiele. "Mobbing, sexuelle
Gewalt und Diskriminierung beginnen schleichend und werden nicht von
jedem sofort als solches empfunden." Wenn es gelinge unangenehme
Situationen im Vorfeld zu entwirren, wirke das auf das Arbeitsumfeld
positiv. Die Ministerin betonte, dass sie die Idee dieser Fair-Play
Leitlinie, für die das Goldene Kreuz 2010 als Best-Practice-Beispiel
ausgezeichnet worden sei, auch anderen Betrieben weitergeben werde.

Fotos zu diesem Termin sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at,
kostenfrei abrufbar.

Rückfragehinweis:
Dr. Julia Valsky
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Tel.: (01) 531 15 - 2149, 0664/610 62 76
mailto:[email protected]

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