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OTS0266   25. Nov. 2011, 20:34

Das Heft in wessen Hand? (von Claudia Grabner)

Ausgabe 26. Nov. 2011


Wie viel ist plötzlich die Rede vom Primat der
Politik! Die Politik müsse sich ihrer Vorherrschaft besinnen, heißt
es da von jenen, die meinen, eine EU-weit (mit)gesteuerte
Wirtschafts- und Finanzpolitik nehme den nationalen Regierungen das
Heft aus der Hand. Wäre man bereit, ehrlicher hinzusehen, würde rasch
klar sein: Die Politik ist schon längst Spiel- und Hampelmann. Die
Fädenzieher sitzen allerdings nicht in Brüssel. Sie sitzen in
diversen heimischen Büros - dort, wo man für sich und seine Klientel
auf Ego macht. Es sind jene Selbstgefälligen, die - selbst, wenn
alles rund um sie zusammenkracht - festhalten an ihrem
Vorteilsfeinsinn. Von Delikatessen a la ÖBB und Einzel-Rittern
abgesehen: Ob Agrar-Abkassierer, dreifach gesponserte
Wirtschaftsförderungs- Günstlinge oder eine Lehrergewerkschaft, die
glaubt, jede Entwicklung (und dazu gehört eine längere Anwesenheit in
der Schule) mit einem rotz-frechen Nein negieren zu können ... Es
wäre tatsächlich an der Zeit, dass sich die Politik auf ihr Primat
besinnt - und die Verantwortung für das Ganze vor Einzelinteressen
stellt. Ansonsten wäre das Heft in der Hand Brüssels wohl besser
aufgehoben.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0266 2011-11-25 20:34 252034 Nov 11 KTI0001 0196



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