- 25.11.2011, 11:11:45
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Schwentner fordert Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen
Grüne: Schutz von Frauen darf keine Kostenfrage sein
Wien (OTS) - "Wir brauchen einen Nationalen Aktionsplan gegen
Gewalt an Frauen, der auch über Bundesländergrenzen hinweg
Hilfsangebote für von Gewalt bedrohte Frauen koordiniert, vernetzt
und bündelt. Der Schutz von Frauen vor Gewalt muss oberste Priorität
haben, auch dann wenn es nicht so viel Geld im Budget gibt. Wenn eine
Frau Schutz braucht, darf es keinen Unterschied machen, ob sie in
Salzburg oder in der Steiermark lebt. Hier sind die Bundesländer
gefordert, zusammen zu arbeiten", fordert Judith Schwentner,
Frauensprecherin der Grünen, anlässlich des heutigen Internationalen
Tages gegen Gewalt an Frauen. Denn an der Sicherheit von Frauen und
bei der Unterstützung von Gewaltopfern darf nicht gespart werden.
Studien zufolge ist jede fünfte Frau von Gewalt betroffen. "Nur durch
eine langfristig gesicherte Finanzierung der Frauenhäuser in allen
Bundesländern, kann sichergestellt werden, dass auch wirkliche alle
von Gewalt bedrohten Frauen einen sicheren Zufluchtsort finden. Denn
ob im entscheidenden Moment ein Platz im Frauenhaus frei ist, kann
zur Überlebensfrage werden", erklärt Schwentner.
Bedauerlich sei, dass es für von Zwangsverheiratung bedrohte oder
betroffene Frauen immer noch keine Notunterkunft gebe, obwohl diese
sogar im Regierungsprogramm festgeschrieben wurde. "Opfer von
Zwangsverheiratung brauchen unbedingt einen sicheren Ort, wo sie ohne
Gefahr leben können. Doch Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek
und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner sind nicht einmal in der
Lage gemeinsam eine kleine Notwohnung zu finanzieren, um Frauen
ausreichend Schutz vor Zwangsverheiratung zu bieten", kritisiert
Schwentner.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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