• 24.11.2011, 17:01:31
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"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi: "Mizzi im Maggie-Eck"

Fekter als Austro-Thatcher - das ist oft sehr erfrischend. Diesmal ging es daneben.

Wien (OTS) - Mehr Geld für mehr Junglehrer; dafür müssen sie auch
mehr Zeit im Klassenzimmer zubringen - dieser Plan ist überfällig.
Wir brauchen dringend mehr Ganztagsschulen. Wer kein
Griechenland-Schicksal will, muss leistbare Anreize für die
Pädagogen setzen - von menschenwürdigen Arbeitsplätzen im
Konferenzzimmer bis zu Budget-verträglichen Gehaltszuckerln.
Die Finanzministerin hat diese Debatte mit einem Feuerstrahl
eröffnet, die Schule brennt jetzt lichterloh (siehe S. 3). Die
Gewerkschaft schaltet auf "Jetzt erst recht stur". Claudia Schmied
und Werner Amon, die am neuen Lehrer-Dienstrecht zimmern, raufen sich
die Haare.
Maria Fekter liebäugelt gern mit dem herben Charme von Maggie
Thatcher. Die ungestüme Art der Finanzministerin ist in der
Nebelsuppe der Politik oft sehr erfrischend. Zuletzt etwa, als sie in
Sachen Frühpensionitis des Pudels Kern beim Namen nannte und ein Aus
für Steuerzuckerln bei "Golden Handshakes" verlangte.
Im Fall der Lehrer hätte Maria Fekter nicht auf ihr Vorbild
Maggie Thatcher schielen sollen, sondern auf eine Nachbarin am
Kabinettstisch. Als Claudia Schmied mit der Forderung nach zwei
Stunden Mehrarbeit der Lehrer krachend unterging, war sie politisch
schachmatt.

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
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