- 24.11.2011, 11:21:10
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Staatssekretär Kurz: OECD-Bericht bringt neuen Schub für unsere Forderungen
Deutsche Sprache zentral; Kurz setzt auf AMS-Migrantenindex und Sprachförderung; lobt Zusammenarbeit mit Minister Hundstorfer
Wien (OTS) - Der heute präsentierte OECD-Bericht über die
Situation von Migranten am Arbeitsmarkt bestätigt die Forderungen des
Maßnahmenkatalogs des unabhängigen Expertenrats im Staatssekretariat
für Integration. "Für unsere Vorhaben bringt dieser Bericht neuen
Schub", betont Staatssekretär Sebastian Kurz, dem eine Teilnahme an
der Pressekonferenz durch die Anwesenheit im Innenausschuss des
Parlaments nicht möglich ist. Die Empfehlungen des Berichts sind mehr
Deutschkurse für Kinder und Erwachsene, Sprachstandfeststellungen,
bessere Integration am Arbeitsmarkt sowie bessere Berufsanerkennung.
Das deckt sich mit den Empfehlungen des Expertenrats. Kurz setzt
dabei unter anderem auf den vor wenigen Tagen im Ministerrat
beschlossenen Migrantenindex beim AMS sowie auf die Sprachförderung.
"Integration funktioniert durch Leistung. Die Grundvoraussetzungen,
um diese Leistung überhaupt erbringen zu können, sind die Kenntnis
unserer deutschen Sprache sowie die Teilnahme am Arbeitsmarkt. Darauf
liegt unser Fokus", so Kurz.
AMS-Migrantenindex ab 1. Jänner 2012
Der von der OECD empfohlene Aufbau einer Struktur zur Koordination
von Integrationspolitik sei mit der Schaffung des Staatssekretariats
für Integration bereits erfolgt. Das Staatssekretariat sieht sich in
der Querschnittsmaterie als treibende Kraft und Impulsgeber. Seither
werden 20 Punkte des Maßnahmenkatalogs des unabhängigen Expertenrats
umgesetzt. Darunter auch der AMS-Migrantenindex. Bislang ist im AMS
nicht erfasst, wer Migrationshintergrund hat und wer nicht. Gezielte
Maßnahmen für Migranten seien daher bisher nur schwer umsetzbar
gewesen. Durch ein neues Gesetz, das von Sozialminister Hundstorfer
vorgelegt wurde, wird es ab 2012 möglich sein, den
Migrationshintergrund zu erfassen und darauf gezielte Maßnahmen
abzustellen. Im Zusammenhang mit einer gezielteren Betreuung steht
auch das Thema Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen,
einer weiteren Initiative von Kurz. Der Staatssekretär lobt in diesem
Zusammenhang die Kooperation mit Sozialminister Hundstorfer
ausdrücklich.
Fokus auf Deutsch
Bestätigt wird durch den OECD-Bericht auch der umfassende Fokus des
Staatssekretariats auf die deutsche Sprache. So bilden Deutsch,
Arbeitsmarkt und Jugend die Schwerpunkte der neu aufgesetzten
Fördermittelvergabe im Staatssekretariat. Für Deutschprojekte werden
2,1 Mio. aufgewendet, für Projekte zur Integration am Arbeitsmarkt
1,4 Mio. und für Projekte im Bereich Kinder und Jugend 2,3 Mio. Euro.
Darüber hinaus bildet die deutsche Sprache die Grundlage der meisten
Projekte des Staatssekretariats wie etwa die sprachliche
Frühförderung im Kindergarten mit 5 Mio. Euro oder der bundesweite
Ausbau der Caritas-Lerncafes. Zudem sieht sich Kurz bestätigt in
seiner Forderung nach einer verpflichtenden Deutschförderung für
Kinder mit mangelnden Sprachkenntnissen, was durch
Sprachstanderhebungen, wie im OECD-Bericht empfohlen, erreicht werden
kann. Außerdem sieht sich Kurz bestätigt, Diskriminierung, wo es sie
gibt, zu bekämpfen, wie das etwa durch die Aufhebung des
Migrantenverbots bei der Feuerwehr umgesetzt werden konnte.
Rückfragehinweis:
Staatssekretariat für Integration Pressereferat 1010 Wien, Minoritenplatz 9 Tel.: Tel +43 1 53126-70905 mailto:[email protected]
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