- 19.11.2011, 10:19:37
- /
- OTS0013 OTW0013
Bayr: Kinderrechte in EZA immer noch unterrepräsentiert
Maßnahmenpaket zur nachhaltigen Verankerung des Kinderrechtsansatzes im Dreijahresprogramm notwendig
Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung,
Petra Bayr, fordert anlässlich des 22-jährigen Jubiläums der
UN-Kinderrechtskonvention am 20. November eine verstärkte Verankerung
des Kinderrechtsansatzes in der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit(OEZA). "Kinderrechte sind eine klassische
Querschnittsmaterie, umso wichtiger ist es, dass sie auch im
Dreijahresprogramm der OEZA entsprechend berücksichtigt werden",
sagte Bayer am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****
Bezugnehmend auf eine Aussendung der Kindernothilfe fordert Bayr
daher eine Ratifizierung Österreichs des 2011 beschlossenen 3.
Fakultativprotokolls zur UN-Kinderrechtskonvention. "Dadurch würde
erstmals eine Individualbeschwerdeprüfung ermöglicht - ein klares
Bekenntnis zu den Milleniumentwicklungszielen, von denen immerhin
sechs von insgesamt acht 'kindgerecht' gemeint sind. Kinder sind
sozusagen die eigentlichen, heimlichen 'Stars' der Millenium
Development Goals (MDGs)."
Daher fordert Bayr ein Maßnahmenpaket zur nachhaltigen Verankerung
des Kinderrechtsansatzes im Dreijahresprogramm als
Querschnittsaufgabe in der OEZA. "Besonders Waisen, Kinder mit
Behinderungen, Angehörige ethnischer Minderheiten und Kinder in
entlegenen Gebieten bleiben oft auf der Strecke" auch wenn, wie die
Nationalratsabgeordnete zugibt, "laut UNICEF insgesamt weniger Kinder
und Jugendliche an Unterernährung leiden, als noch vor zehn Jahren".
Im Bildungsbereich gelte es ebenfalls noch aufzuholen: in den
OEZA-Partnerländern würden bei der Sekundärbildung zur Zeit höchstens
50 Prozent der Jugendlichen erreicht. Die Obfrau des
Entwicklungspolitischen Unterausschusses kritisiert vor allem die
Tatsache, dass trotz der Erfolge bei der Einschulungsquote von
Mädchen weltweit immer noch zwei Drittel der Analphabeten Frauen
sind. "Dieses Geschlechtergefälle hat sich seit 1990 nicht verändert.
Deswegen muss Ermächtigung schon bei den Kindern ansetzen", sagte
Bayr. (Schluss) up/sc
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK






