Ich handle, also bin ich
Trends der Zukunft für den Wiener Handel
Wien (OTS) - Der Junge Wirtschaftsverband des SWV Wien
(Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband) lud bereits zum 32.Mal zum
KMU-Gipfel, einer Diskussionsreihe, in der vor allem die Probleme der
kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) zur Sprache kommen sollen.
Am Podium diskutierten Finanzstadträtin, Vizebürgermeisterin Mag.a
Renate Brauner, die Vorsitzende der Sparte Handel im SWV Wien LAbg.
GR Katharina Schinner, moderiert von Werner Rodlauer,
stellvertretender Vorsitzender der Sparte Handel im SWV Wien.
Im Wesentlichen lassen sich fünf Trends im Konsumverhalten
feststellen:
- Weniger ist Mehr: Konsumenten, die sich verstärkt am Preis
orientieren und im Diskonter einkaufen
- Bequem & Smart: Konsumenten, die rund um die Uhr einkaufen
möchten, e-commerce
- Mehr erleben: Konsumenten, die nicht nur einkaufen, sondern dabei
auch etwas erleben möchten, vor allem Kinder und Jugendliche
- Bewährtes bewahren: Konsumenten, die den Rückzug suchen -
Cocooning
- Nachhaltig leben: Konsumenten, die regionale und Bio-Produkte
bevorzugen
- Best Age/50+: Konsumenten, die über eine hohe Kaufkraft verfügen
und genau wissen, was sie wollen
Ein vielschichtiger Geschäftemix in Wien ist notwendig
Der Handel muss auf Trends reagieren. Renate Brauner unterstrich,
dass es nicht um "Kleine gegen Große" ginge, sondern um "Fairness im
Wettbewerb", weil man in einer Stadt wie Wien beides nebeneinander
brauche.
Unterstützung zur Stärkung des Handels
Es gäbe vielfältige Unterstützung seitens der Stadt, vor allem für
KMU, von der Bürovermietung über Beratung und Unterstützung bis hin
zu ganz konkreter finanzieller Hilfe zur Förderung von Handel und
Dienstleistungen. Jeder geförderte Euro hat 10 Euro an Investitionen
ausgelöst.
Auch eine gute Stadtentwicklung ist Voraussetzung für eine gute
Grätzlbildung. Es gibt in Wien wieder verstärkt Grätzl, in denen
angestammte Unternehmen ganz hervorragend mit der jungen
Kreativwirtschaft harmonieren, Beispiel Gumpendorferstraße.
Service als Chance für die KMU
Gerade die kleinen und spezialisierten Geschäfte hätten eine Chance,
so Katharina Schinner: " In unserer anonymisierten Welt spielt der
Service-Gedanke eine immer größere Rolle, und da sehe ich eine Chance
für die KMU." Aber die Kunden müssten die Angebote auch annehmen,
denn nur dann "können wir den vielschichtigen Geschäftemix in Wien
erhalten."
Im Anschluss an die Diskussion nutzten viele der rund 100 Gäste die
Gelegenheit, sich gleich vor Ort Informationen zu holen und sich in
dem ungewöhnlichen Ambiente mit anderen auszutauschen.
(schluss)
Dr.Ursula Scheidl
Leitung Kommunikation,
Pressesprecherin
Tel.: +43(1)5224766-42
ursula.scheidl@swv.org
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