• 18.11.2011, 10:58:52
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Selbständige Apotheker feierten 150 Jahre - BILD

Bundesminister Alois Stöger diplômé, Präsident Mag. pharm. Dr. Friedemann Bachleitner-Hofmann

Wien (OTS) - Standesvertretung entwickelte sich vom privaten
Verein zum anerkannten Interessenvertretung / Prominente Vertreter
aus Gesundheit, Politik und Wirtschaft feierten gestern Abend in Wien

Sie gehören zu den wichtigsten "Playern" im Gesundheitswesen und
ziehen seit 1861 gemeinsam an einem Strang: Die selbständigen
Apotheker feierten gestern, Donnerstag, das 150-jährige Jubiläum
"ihres" Österreichischen Apothekerverbandes in Wien. Rund 700
Festgäste genossen im festlich geschmückten Liechtensteinmuseum ein
abwechslungsreiches Showprogramm - unter anderem mit der Sopranistin
Natalia Ushakova. Unter den Gratulanten waren neben Bundesminister
Alois Stöger auch hochrangige Vertreter des Österreichischen
Nationalrats wie Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner (ÖVP),
Mag. Johann Maier (SPÖ), BZÖ-Klubobmann Josef Bucher, die
FPÖ-Abgeordneten Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein, Dr. Andreas
Karlsböck und Mathias Venier und die ÖVP-Nationalrätin Claudia
Durchschlag. Industrie und Wirtschaft waren unter anderem vertreten
durch Präsident Dr. Robin Rumler und Generalsekretär Dr. Jan Oliver
Huber vom Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
(Pharmig), ARGE Pharmazeutika Präsident Dr. Andreas Windischbauer und
Mag. Alfred Grün, Präsident der Interessensgemeinschaft
österreichischer Heilmittelhersteller und Depositeure (IGEPHA).

Präsident Dr. Bachleitner-Hofmann nutzte den Festakt als
Gelegenheit, um auf wichtige politische Forderungen der selbständigen
Apotheker hinzuweisen. Arzneimittelabgabe und Arzneimittelkontrolle
sowie die richtige Beratung über Wirkungen und unerwünschte
Nebenwirkungen von Medikamenten steht im Mittelpunkt.
"Dafür bildet der Staat uns Pharmazeuten an den Universitäten aus.
Das ist dem Staat viel Geld wert. Wir sind bereit für künftige
Aufgaben, wenn es um echtes Therapiemanagement geht, wenn es darum
geht, die Arzneimitteltherapie effektiver zu gestalten und damit auch
Kosten zu sparen. Aber wir brauchen die entsprechenden
Rahmenbedingungen, wir brauchen einen klaren Auftrag und wir brauchen
eine finanzielle Abdeckung", so Bachleitner-Hofmann.
Andere Länder würden es vormachen. Zum Beispiel hat in den USA die
therapiebegleitende Beratung zur Medikamenteneinnahme schon einen
festen Stand und wird den Pharmazeuten auch abgegolten.
"Das wäre ein Vorbild für uns", so Bachleitner-Hofmann in Richtung
Gesundheitspolitik.

"Seit mittlerweile 150 Jahren setzen wir selbständigen Apotheker
uns gemeinsam für standespolitische Anliegen, aktuelle
Gesundheitsthemen und gesundheitspolitische Reformen ein. Dieses
tolle Jubiläum muss einfach gebührend gefeiert werden. Dass mehr als
700 Festgäste unserer Einladung gefolgt sind, freut mich und mein
Team sehr", zeigte sich Apothekerverbands-Präsident Dr. Friedemann
Bachleitner-Hofmann gestern Abend zufrieden. Und weiter: "Heute
wissen die Menschen, dass wir Apotheker ganz klar die Nummer 1 sind,
wenn es um fachkundige Informationen über Arzneimittel geht. Daran
wird sich auch in den nächsten 150 Jahren nichts ändern. Schließlich
versorgen nur die öffentlichen Apotheken die Menschen rund um die Uhr
und flächendeckend im ganzen Land mit den besten Arzneimitteln und
allen wichtigen Informationen dazu."

Klares Bekenntnis zu den öffentlichen Apotheken

Dem stimmten gestern Abend viele hochrangige Gäste aus dem In- und
Ausland zu. Auch Staatsoberhaupt Dr. Heinz Fischer übermittelte den
selbständigen Apothekern seine Glückwünsche zum runden Jubiläum. "Die
wichtige Rolle der Apotheken dauerhaft zu verankern, hat sich im Jahr
1861 der 'Allgemeine österreichische Apotheker-Verein' zur Aufgabe
gemacht. Im Laufe dieser 150 Jahre seines Bestehens entwickelte sich
der Verein zum heutigen 'Österreichischen Apothekerverband' und zu
einer im In- und Ausland anerkannten, traditionsreichen
Interessenvertretung", begrüßte der Bundespräsident die langjährige
Arbeit des Österreichischen Apothekerverbandes.

Welche zentrale Rolle die öffentlichen Apotheker im
Gesundheitswesen einnehmen, betonte gestern Abend Gesundheitsminister
Alois Stöger: "Einzig die österreichischen ApothekerInnen bieten - im
Gegensatz zu dubiosen Vertriebswegen im Internet - ein Höchstmaß an
sicheren Medikamenten. Darauf können sich die ÖsterreicherInnen
verlassen. Beratung, Betreuung, Information und Dienstleistung auf
hohem Niveau sind die vertrauensbildenden Eigenschaften der
ApothekerInnen, mit denen sie im beruflichen Alltag und im Umgang mit
Menschen punkten."

Der Apothekerberuf im Wandel der Zeit

Anlässlich des Jubiläums wurde auch die historische Entwicklung des
Apothekerverbandes aufgearbeitet. Im Foyer des Liechtensteinmuseums
wurde gestern eine Sonderausstellung über die 150-jährige
Verbandsgeschichte präsentiert. Dabei zeigte sich, dass die
selbständigen Apotheker auch schon zu Kaisers Zeiten zu den
wichtigsten Gesundheitsberufen zählten. Während sie aber damals in
erster Linie Arzneimittel herstellten, ist heute die Beratung über
Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen die Kernkompetenz der
Pharmazeuten. Aus den selbständigen Apothekern sind moderne
Dienstleister und wichtige Arbeitgeber geworden.

Apotheker als wichtige Therapiebegleiter

Doch auch im dritten Jahrtausend befindet sich der Berufsstand im
Wandel. Apotheker könnten nämlich als Arzneimittel-Experten noch
stärker in die Patientenbetreuung miteingebunden werden, regte
Apothekerverbands-Präsident Dr. Friedemann Bachleitner-Hofmann an.
"Für eine erfolgreiche Behandlung ist die Einhaltung der
Arzneimitteltherapie ein entscheidender Faktor. Deshalb sollten wir
Apotheker in Kooperation mit den behandelnden Ärzten verstärkt als
Therapiebegleiter miteinbezogen werden. Wir können den Patienten jede
Unterstützung geben, die sie im Umgang mit Arzneimitteln benötigen.
Unser Fachwissen und unsere Bereitschaft sind vorhanden, nun ist die
Politik gefordert. Was in den USA schon umgesetzt wurde, ist auch
hierzulande denkbar", griff Dr. Bachleitner-Hofmann gestern Abend ein
neues Anliegen des Apothekerverbandes auf.

Über den Österreichischen Apothekerverband

Der Österreichische Apothekerverband wurde 1861 als "Allgemeiner
österreichischer Apothekerverein" ins Leben gerufen. Zu Beginn zählte
er 266 Apotheker aus allen Ländern der österreichischen Monarchie,
heute sind mehr als 1.300 selbständige Apotheker Mitglieder im
Verband. Auch wenn im Laufe der Zeit immer wieder neue
Herausforderungen auf die Apothekerschaft zukamen - die Ziele der
Standesvertretung waren stets die gleichen. Neben den standeseigenen
Interessen stand immer die Gesundheit der Menschen im Mittelpunkt.
Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern!

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Mag. pharm. Hans Jakesz
Pressesprecher Österreichischer Apothekerverband
Tel.: 0664/2020488

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | APV

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