• 18.11.2011, 09:03:15
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ANSCHOBER: Schon seit 5 Tagen alarmierend hohe Feinstaubkonzentrationen in Teilen Oberösterreichs

Was die Bevölkerung bei Anhalten der derzeitigen Wettersituation zu einer Verringerung der Feinstaubwerte beitragen kann.

Linz (OTS) - Aufgrund der stabilen Wetterlage mit anhaltenden
Nebeldecken bzw. Inversionslagen in vielen Teilen Oberösterreichs ist
in den letzten Tagen die Feinstaubbelastung in diesen Regionen
deutlich gestiegen. An 16 von 19 Messstellen wurden bereits
Überschreitungen des Grenzwerts für den Tagesmittelwert von 50 \x{2588}g/m3
bei Feinstaub PM10 registriert, bei einigen bereits den 5. Tag in
Folge. Vermutlich wird sich die Lage erst mit einem Wetterumschwung,
der frühestens Mitte nächster Woche erwartet wird, ändern.

LR Anschober: "Daher startet das Land Oberösterreich heute - ähnlich
wie beim Überschreiten der Ozon-Informationsschwelle - einen Aufruf
für freiwillige Verhaltensweisen. Denn jeder Beitrag hilft die
Belastung zu senken."

Ähnlich wie bei Ozon beeinträchtigt Feinstaub bei länger dauernder
Exposition besonders empfindliche Personen wie Kleinkinder, Ältere
oder Kranke. Das Risiko für Atemwegserkrankungen steigt, Asthma
verschlimmert sich und die Lungenfunktion kann vermindert werden.

Oberösterreich hat auf Initiative von LR Anschober 2005 ein
umfassendes Maßnahmenprogramm zur Verringerung der Feinstaubwerte
gestartet, dessen Umsetzung bereits Wirkung gezeigt hat. Im Gegensatz
zu den Stickoxiden sind die Feinstaubkonzentrationen in
Oberösterreich in den vergangenen Jahren leicht gesunken. Aber noch
ist viel zu tun: vor allem durch das weiterhin konsequente Umsetzen
der Energiewende und durch den Start einer Verkehrswende. Aber auch
der Einzelne kann gerade in Akutsituationen einen wichtigen Beitrag
leisten.

LR Anschober: "Verursacher der Feinstaubbelastung sind im
wesentlichen Verbrennungsprozesse, dazu gehört das Heizen mit Holz,
Kohle, Öl oder Koks, das Betreiben von Dieselmotoren und
Verbrennungsprozesse in Industrie, Gewerbe oder Kraftwerken. Daher
appelliere ich an alle Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher,
ihren Beitrag zur Feinstaubbelastung möglichst zu reduzieren."

Was können Sie konkret tun?
- Zusatzheizungen mit festen Brennstoffen (Kaminöfen, Kachelöfen)
nicht in Betrieb nehmen, wenn Sie Ihren Raumwärmebedarf auch durch
eine schadstoffärmere Heizung (Gas, Fernwärme, Zentralheizung) decken
können,
- auf nicht unbedingt notwendige Autofahrten verzichten und
öffentliche Verkehrsmittel benützen,
- bei Fahrten auf Autobahnen ein Tempolimit von 100 km/h freiwillig
einhalten, da bei höheren Geschwindigkeiten der Ausstoß an
Feinstaubvorläufersubstanzen stark ansteigt, und
- generell Ihre Fahrgeschwindigkeit reduzieren.

Anschober abschließend: "Ähnlich wie bei der Ozon-Informationsstufe
werden wir diesen Aufruf für freiwillige Maßnahmen in Oberösterreich
in Zukunft immer dann veröffentlichen, wenn bereits 3
aufeinanderfolgende Überschreitungstage aufgetreten sind und noch
eine längere Feinstaubperiode absehbar ist. Ich appelliere an die
Medien, den Aufruf jeweils zu veröffentlichen und an die Bevölkerung
mitzumachen!"

Auch wenn derzeit wieder eine intensive Feinstaubepisode auftritt, so
zeigt der mehrjährige Trend doch eine positive, abnehmende Tendenz
bei den Überschreitungstagen. Von 2007 bis 2009 sank die Belastung
deutlich, das Jahr 2010 und voraussichtlich auch 2011 bringen wieder
höhere Werte, allerdings deutlich niedriger als 2005 - 2006.

Informationen über die aktuelle Höhe der Belastung an den Messstellen
sind zu finden unter www.land-oberoesterreich.gv.at

Rückfragehinweis:
Büro Landesrat Rudi Anschober, Mag. Rudi LEO, Pressesprecher, Tel: +436648299969, mailto:[email protected], Promenade 37, 4020 Linz, www.anschober.at

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