• 17.11.2011, 16:01:16
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FPÖ: Unterreiner fordert besseren Schutz der deutschen Sprache

Knappes Kulturbudget soll gemeinschaftsfördernd eingesetzt werden

Wien (OTS) - FPÖ-Kultursprecherin NAbg. Heidemarie Unterreiner hat
im Zuge der Beratungen zum Kulturbudget im Nationalrat einen Antrag
zum besseren Schutz der deutschen Sprache eingebracht.
Kulturministerin Schmied (SPÖ) wird darin aufgefordert, einen
nationalen Aktionsplan auszuarbeiten, der neben finanziellen auch
legislative Maßnahmen zum Schutz und Erhalt der deutschen Sprache
vorsieht. Unterreiner spricht sich vehement gegen die Verluderung der
deutschen Sprache durch den völlig überzogenen Einsatz
fremdsprachiger Ausdrücke aus: "Öffentliche Institutionen sollten
daher ganz besonders darauf achten, sich unserer Muttersprache zu
bedienen", so Unterreiner. Auch die Medien und hier vor allem der
staatliche ORF stünden jedoch in der Verantwortung: "'Prime Time' und
'ZIB Flash' sind peinliche Versuche, sich 'modern' zu geben", heißt
es in der Begründung des Antrags.

Beim knappen Kulturbudget in der Höhe von 455 Millionen Euro oder 0,6
Prozent des BIP legt Unterreiner Wert darauf, dass dieses Geld in
Projekte fließen soll, mit denen Zusammenhalt und Stabilität der
Gesellschaft gestärkt werden. "Das heißt: keine Förderung von
Parallelgesellschaften. Menschen, die zuwandern, müssen sich
integrieren. Und kein Geld für Staatskünstler, die sich auf Kosten
der Allgemeinheit ihren schicken Lebensstil bezahlen lassen", fordert
die FPÖ-Kultursprecherin. Es gebe zahlreiche arrivierte
Staatskünstler, die jährlich stolze Beträge bekommen, wie etwa Thomas
Glavinic, der sich Jahr für Jahr mit 8000 Euro Reisen nach Kuba und
nach Rom finanzieren lasse, oder Egyd Gstättner, der jährlich für
seine Werkstipendien und Computer 4000 Euro einstecke, oder auch der
Schriftsteller Robert Menasse, der vom Staat für
Übersetzungstätigkeiten entlohnt werde.

Unterreiner wies die Ministerin auf die größten Baustellen ihres
Ressort hin, die im Museumsbereich - Stichwort Volkskunde- und
Völkerkundemuseums - sowie bei den Musikschulen lägen, in denen die
Länder nicht genügend Plätze zur Verfügung stellen. "Wenn es im
Musikland Österreich nicht genug Plätze für Kinder gibt, die ein
Musikinstrument lernen wollen, dann muss eben ein nationaler
Aktionsplan her", stellt Unterreiner fest.

Verabschieden solle sich die heimische Kulturpolitik hingegen von der
Finanzierung dubioser Manager - Unterreiner sprach wörtlich von
"Kulturstrizzis" -, die große Kulturinstitutionen zur ihrer
ideologischen Spielwiese umfunktionieren: "So wie der ehemalige
Direktor des MAK, Peter Noever, oder Gerald Matt, der Wiener
Kunsthallendirektor, der auch vom Bund jährlich Subventionen
dazubekommt."

"Kulturpolitik ist keine Verzierung, kein Ornament - Kulturpolitik
ist das Fundament, auf dem unsere Gesellschaft steht", hielt
Unterreiner einmal mehr fest und forderte Schmied auf, in diesem
Sinne verantwortungsvoll mit den Budgetmitteln umzugehen.

Rückfragehinweis:

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