• 17.11.2011, 13:35:45
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Städtebund: Städte sind wichtigste Partner bei der Integrationsarbeit

Nachhaltige Bildungskonzepte erfordern notwendiges Budget

Wien (OTS) - "Migration ist ein urbanes Phänomen, das viele
politische Bereiche betrifft. Daher ist auch klar, dass der Großteil
der Integrationsarbeit in Städten umgesetzt wird", sagt Matthias
Stadler, Bürgermeister von St. Pölten und Vorsitzender des heute
stattfindenden Integrationsfachausschusses des Österreichischen
Städtebundes in Wien.

Viele Städte und Gemeinden engagieren sich mit großem Einsatz und
setzen erfolgreich eine Vielzahl von Integrationsprojekten um.
"Integration passiert vor Ort und betrifft meist das Zusammenleben
der Bevölkerung. Wir haben Interesse daran, genau dort anzusetzen und
dabei sind Städte unsere wichtigsten Partner", betonte Gastreferent
Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz im Zuge der Veranstaltung.

Jene Maßnahmen, die im Rahmen der vorhandenen finanziellen Mittel zu
verwirklichen sind, werden bestmöglich realisiert. Dies gilt auch für
jene Bereiche, die eigentlich nicht in den unmittelbaren
Zuständigkeitsbereich von Städten und Gemeinden fallen wie zum
Beispiel Sprachkurse oder Gratis-Kindergarten.

"Aus diesem Grund begrüßen wir auch die Weiterführung der
sprachlichen Frühförderung im Jahr 2012, dennoch sollte die
Finanzierung, nicht vollends aus dem Integrationsbereich geschöpft
werden. Solche Maßnahmen sind im Sinne der Diversität langfristig als
Regelwerk im Bildungsministerium zu verankern", sagte Sandra
Frauenberger, Wiener Stadträtin für Integration und Stellvertreterin
des Fachausschusses für Integration.

Integration betrifft alle

Das Thema Integration ist nicht nur vom guten Willen des Einzelnen
abhängig, sondern gebunden an gesamtgesellschaftliche Bedingungen.
Die Verantwortung liegt hier eindeutig beim Bund, weil dort auch die
wesentlichen Kompetenzen zur Gestaltung des Umfanges mit Zuwanderung
liegen.

"Wir sehen, dass auf Bundesebene oft Geld zur Verfügung gestellt und
dann für bestehende Projekte verwendet wird, anstatt neue Konzepte
und Impulse zu fördern", kritisierte Matthias Stadler.

"Wir haben auf Bundesebene begonnen, nachhaltige Integrationskonzepte
zu verwirklichen und unter anderem den Maßnahmenkatalog 'Integration
durch Leistung' erstellt, der 20 Expertenvorschläge zum besseren
Zusammenleben von Zugewanderten und der Mehrheitsbevölkerung enthält.
Auch der Migrantenindex wird 2012 verwirklicht - ein spezielles
Angebot des Arbeitsmarktservice für Menschen mit
Migrationshintergrund. So können Migrantinnen und Migranten gezielter
betreut werden", so Kurz.

Die Wiener Integrationsstadträtin unterstrich, dass Wien im
Integrationsbereich eine ganze Reihe von Best-Practice Modellen
anzubieten hat. Frauenberger nannte in diesem Zusammenhang
insbesondere "StartWien", das Wiener Programm zur Niederlassungs- und
Integrationsbegleitung, an dem 90 Prozent aller NeuzuwanderInnen
teilnehmen. Wien bietet damit allen NeuzuwanderInnen ein umfassendes
Programm um rasch hier Fuß zu fassen. Das reicht vom Spracherwerb bis
hin zu entsprechender Unterstützung beim Einstieg in den
Arbeitsmarkt. Generell bezeichnete die Integrationsstadträtin Sprache
und Bildung als den Schlüssel für erfolgreiche
Integrationsbiografien.

"Deswegen bieten wir in Wien nicht nur kostengünstige und leicht
zugängliche Sprachkurse an, sondern wir fördern mit einer Reihe von
Projekten und Maßnahmen auch ganz gezielt den sozialen Aufstieg durch
gleiche Chancen beim Zugang zu Bildung und Arbeit", betonte
Frauenberger. "Die österreichischen Städte nehmen diese
Herausforderung jedenfalls gemeinsam an und leisten damit einen
wichtigen Beitrag für ein friedliches Zusammenleben". Abschließend
wies Frauenberger darauf hin, dass es in der gesamten öffentlichen
Debatte generell wichtig sei, das Potenzial von Vielfalt als Chance
zu erkennen und Integration nicht immer aus der Problemperspektive zu
diskutieren.

o Pressebild:
  www.wien.gv.at/gallery2/rk/run.php?g2_itemId=14018

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.gv.at/rk/
Mag.a Silvia Stefan-Gromen
Mediensprecherin Österreichischer Städtebund
Telefon: 01 4000- 89983
E-Mail: [email protected]
www.staedtebund.gv.at

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