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OTS0318   16. Nov. 2011, 21:19

Hyperaktive Grenzübertretung (von Claudia Grabner)

Ausgabe 17. Nov. 2011


Meischberger, Grasser, Gorbach, Strasser,
Scheuch, Svetits ... Ein würgendes Netz an Verdachtsmomenten,
erstinstanzliche Verurteilungen und U-Haft-Anträge sprechen eine
erdrückende Sprache - und doch gilt für sie alle die
Unschuldsvermutung. Deshalb die Unschuldsvermutung, weil Schuld erst
jenseits der moralischen Grenze beginnt. Diesseits der Grenze geben
ihnen mangelnder Anstand, Gesinnungslosigkeit und fehlendes
(Un)Rechtsbewusstsein einen Freifahrtschein - für Taten und
Erklärungen. Etwa, wenn der Anwalt des neuen
Austria-Klagenfurt-Präsidenten Peter Svetits die (vermeintlichen)
Bestechungsgelder an eine Angestellte als "Fall seiner hyperaktiven
Gutmütigkeit" erklärt. Das ist Ausdruck einer Mentalität, die
erbärmlich ist. Und die sich quer durch das Volk frisst - wie man
ebenso im Fall besagter Austria sieht: Die Führungsetage würde einen
Svetits trotz allem mit offenen Armen empfangen. Warum? Weil die
Anschuldigungen gegen ihn "eh nur Bagatellen sind". Anmerkung: Wir
reden hier vom Verdacht auf Schwarzgeld, Steuerbetrug, Bestechung.
Doch offenbar ist das jenen Menschen, die weder moralische noch
sonstige Grenzen verstehen, wurscht, solange nur das Geld fließt ...

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0318 2011-11-16 21:19 162119 Nov 11 KTI0001 0176



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