• 14.11.2011, 12:38:12
  • /
  • OTS0135 OTW0135

Pirklhuber: Österreich kann ab 2012 Eierimport aus Käfighaltung verbieten

KonsumentInnen wollen tierschonende Produkte - ÖVP darf Kennzeichnung von Eierprodukten nicht länger blockieren

Wien (OTS) - "Die Europäische Kommission plant offenbar eine
Duldung von Legehennen in nicht ausgestalteten Käfigen über den
Jahreswechsel hinaus bis in den Sommer 2012. Das ist nicht
akzeptabel. Ab 2012 ist EU-weit die Käfighaltung für Legehennen
verboten. Sollten dann dennoch Eier aus Käfighaltung auf dem Markt
sein, so muss Österreich den Import dieser Eier verbieten", fordert
Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen.
"Dass Minister Berlakovich anlässlich des heutigen Agrarministerrates
Sorge um die heimischen EierproduzentInnen äußert und eine klare
Kennzeichnung von Eiern in verarbeiteten Produkten fordert, ist
erfreulich. Allerdings hat die ÖVP gemeinsam mit der SPÖ bereits 2009
unseren Antrag auf eine verbindliche Kennzeichnung zu Fall gebracht
und sich für eine freiwillige Kennzeichnung ausgesprochen. Wenn der
Minister hier dazugelernt hat und wir gemeinsam eine solche Regelung
zumindest in Österreich auf den Weg bringen, würde mich das freuen.
Wir werden eine entsprechende Initiative auf parlamentarischer Ebene
setzen", kommentiert Pirklhuber.

"Für Frischeier gibt es die Kennzeichnungsverpflichtung, für
Produkte, in denen Eier weiterverarbeitet wurden (z.B. Nudeln,
Kuchen, Kekse, Backmischungen) sowie in der Gastronomie gibt es diese
Kennzeichnungspflicht nicht. Die KonsumentInnen können daher nicht
erkennen, ob diese Produkte Eier aus Käfig-, Boden- oder
Freilandhaltung enthalten. Dies ist insofern von Bedeutung, als zwei
Drittel der verwendeten Eier über Produkte wie Mehlspeisen,
Mayonnaise oder Nudeln konsumiert werden", erläutert Pirklhuber
weiter.

"Derzeit sind die KonsumentInnen in diesem Bereich auf eine
freiwillige Kennzeichnung angewiesen. Die Eierverarbeitungsindustrie
kann billigere Eier aus dem Ausland beziehen, anstatt
österreichische, tierfreundlicher produzierte Eier aus Boden-oder
Freilandhaltung zu verwenden. Eine Kennzeichnungspflicht nach
Herkunft und Haltungsform gäbe sowohl den KonsumentInnen die
Möglichkeit, sich für Produkte zu entscheiden, die den Grundsätzen
des Tierschutzes entsprechen, als auch den heimischen Bäuerinnen und
Bauern die Möglichkeit, ihre tierschutzfreundlicher produzierten Eier
entsprechend zu vermarkten", sagt Pirklhuber.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel