- 13.11.2011, 13:25:13
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Pressestunde (2) - Stöger: Schuldenreduktion bei Krankenkassen sorgt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Spitalsreform: Mehr Qualität, Transparenz und einheitliche Rahmenbedingungen - Schönheits-OPs: Schutz von Minderjährigen im Vordergrund
Wien (OTS/SK) - Gesundheitsminister Alois Stöger legte in der
ORF-Pressestunde am Sonntag die wichtigsten Schritte seiner Reformen
im Gesundheitsbereich dar. Der erste, ganz zentrale Schritt sei der
Abbau der Schulden der Krankenkassen und damit die Sicherung der
Finanzierung des Gesundheitssystems, erklärte Stöger: "2010 ist es
erstmals seit 1998 gelungen, dass alle Gebietskrankenkassen positive
Ergebnisse haben. In drei Jahren meiner Amtszeit sind die Schulden
von 1,2 Mrd. Euro um mehr als 500 Millionen Euro reduziert worden."
Damit hätten die Menschen die Sicherheit, dass sie gut versorgt
werden und die Versorgung finanziell gesichert ist, so der
Gesundheitsminister. ****
Weiters habe er die Rahmenbedingungen für Gruppenpraxen geschaffen,
die eine deutliche Verbesserung der Versorgung besonders im
ländlichen Bereich darstellen und eine moderne Zusammenarbeit
zwischen Ärztinnen und Ärzten ermöglichen. Als dritten Schritt nannte
Stöger die Spitalsreform. Dazu ist es dem Gesundheitsminister
gelungen, erstmals alle Partner, von den Bundesländern über die
Sozialversicherungsträger bis zum Bund, an einen Tisch zu bringen.
Für Stöger ist klar: "Wir brauchen mehr Qualität in den Spitälern,
wir brauchen mehr Transparenz und wir brauchen einheitliche
gesetzliche Regelungen in ganz Österreich." Die Verantwortlichkeiten
müssten klar festgelegt werden. Er arbeite in der Frage der
Spitalsreform gut mit den Bundesländern zusammen und er sei
überzeugt, zu einem guten Ergebnis zu kommen, bekräftigte der
Gesundheitsminister.
Stöger betonte zudem die Wichtigkeit von Prävention im
Gesundheitswesen. In diesem Zusammenhang erwähnte Stöger den
Nationalen Aktionsplan Ernährung sowie den Kindergesundheitsdialog,
wo ganz klar die Fragestellung im Vordergrund stehe, wie die
Prävention verstärkt werden kann. Als konkrete Projekte zur
Verbesserung der Ernährung, vor allem von Kindern, nannte Stöger die
neue Ernährungspyramide sowie die "Leitlinien Schulbuffet", das sind
Empfehlungen des Gesundheitsministeriums für ein
gesundheitsförderliches Speisen- und Getränkeangebot an
österreichischen Schulbuffets: "Ab Jänner 2012 werden die
Schulbuffets betreut. Damit erreicht wir 400.000 Kinder", erklärte
Stöger.
Zum Thema "Verbot von Schönheitsoperationen für Unter-14-Jährige"
sagte Stöger, es gehe ihm besonders um den Schutz von Minderjährigen.
"Wir müssen Minderjährige vor einer Erwartungshaltung schützen, die
von den Medien transportiert wird", betonte der Gesundheitsminister.
Auch 14- bis 18-Jährige bräuchten einen besonderen Schutz, der
organisiert werden muss. Außerdem müsse klar definiert werden, welche
Qualifikationen Ärztinnen und Ärzte, die solche Operationen
durchführen, haben müssen. Klar sei, dass er keine Werbung oder
Preissauschreiben für Schönheitsoperationen haben will. (Schluss) pl
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