• 13.11.2011, 12:42:42
  • /
  • OTS0024 OTW0024

Pressestunde (1) - Stöger: ELGA spart jährlich bis zu 33.000 Medikamenten-Wechselwirkungen und 7.000 Krankenhaus-Aufenthalte

Mit mehr Information steigt die Qualität der medizinischen Betreuung in Österreich

Wien (OTS/SK) - Der Elektronische Gesundheitsakt (ELGA) erhöht die
medizinische Qualität in Österreich und vermeidet Wechselwirkungen
bei Medikamenten sowie überflüssige Krankenhausaufenthalte und
Arztbesuche, erläuterte Gesundheitsminister Alois Stöger am Sonntag
in der ORF-Pressestunde. "Mit ELGA können 33.000
Medikamenten-Wechselwirkungen jährlich vermieden werden. 7.000
Patienten pro Jahr wird ein unnötiger Krankenhaus-Aufenthalt
erspart", so Stöger. "Erstmals werden die Ärztinnen und Ärzte wissen,
welche Therapien oder Therapievorschläge schon von anderen Ärzten
gemacht wurden. Erstmals können die Patienten nachsehen, welche
Personen auf ihre Gesundheitsdaten zugegriffen haben", so der
Gesundheitsminister. ELGA bringe also auch mehr Transparenz für alle
Beteiligten. ****

"Mit mehr Information steigt die Qualität der Behandlung", begründete
Gesundheitsminister Stöger die Einführung des Elektronischen
Gesundheitsaktes. Sei man heute etwa im Krankenhaus, beim Facharzt
und beim Hausarzt in Behandlung, wisse oft keiner, was dem Patienten
bereits verschrieben wurde. Der verschreibende Arzt solle aber
wissen, welche Medikamente bereits angewendet worden seien, dies
stärke auch das Vertrauensverhältnis zwischen Patienten und Ärzten.
"ELGA hilft also, das Gesundheitssystem effizienter zu machen, um
auch in Zukunft das qualitativ hochwertige Gesundheitssystem in
Österreich beibehalten zu können", erklärte der Gesundheitsminister.

Im Gesundheitsbereich müsse moderne Kommunikation zugelassen werden,
argumentierte Stöger. "Mein Vorschlag bringt höchste Qualität und
höchste Datenschutz-Einhaltung", machte Stöger zur Kritik
hinsichtlich des Datenschutzes klar. Ein Arzt habe 28 Tage Zeit für
den Zugriff auf die Patienten-Daten - und das nur, wenn der Arzt von
der Patientin oder dem Patienten durch Stecken der E-Card dazu
ermächtigt wird. Apothekerinnen und Apotheker haben nicht Zugriff auf
die Krankendaten, sondern nur Zugriff auf Medikation. Besondere
Medikamente können auf Wunsch des Patienten aber ausgenommen werden,
so Stöger.

Bester Datenschutz, aber auch bester Menschenschutz

Die Ärzte, so Gesundheitsminister Stöger, sollen alle wichtigen
Informationen über die Patienten haben. So könnten mit ELGA die
Ärzte, wenn sie dafür die Erlaubnis erhalten, Informationen aus den
Krankenhäusern abrufen. Damit werde die Qualität der medizinischen
Betreuung qualitativ verbessert. Allerdings könne die Teilnahme an
ELGA von den Patienten generell abgelehnt werden. Und es komme zu
keiner zentralen Datenspeicherung. "Ich will den besten Datenschutz,
mir als Gesundheitsminister geht es aber auch um den besten
Menschenschutz", sagte Stöger.

Auf die Frage, wann ELGA im Ministerrat beschlossen werde, antwortete
Stöger, dass der Ball nun beim Koalitionspartner liege, sein
Ansprechpartner sei Reinhold Mitterlehner, mit dem auch verhandelt
werde. Er Stöger, gehe davon aus, dass auch die Ärztekammern bei der
Einführung von ELGA wieder mitmachen würden, sobald die
Ärztekammer-Wahlen abgeschlossen seien. (Schluss) gd/pl

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel