• 04.11.2011, 12:53:47
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Hundstorfer und Stöger: Gesundheit und Prävention am Arbeitsplatz stärken

Stöger: Gesunde Ernährung am Arbeitsplatz, Gesundheit als Managementelement - Hundstorfer: Invaliditätspensionsantritte senken

Wien (OTS/SK) - Sozialminister Rudolf Hundstorfer und
Gesundheitsminister Alois Stöger betonten am Freitag bei der
Jahreskonferenz der Österreichischen Gesellschaft für Arbeitsmedizin
im Wiener Museumsquartier den Stellenwert von Gesundheits- und
Präventionsmaßnahmen am Arbeitsplatz. "Wir müssen uns die Frage
stellen: Wie können wir länger gesünder im Erwerbsleben bleiben",
sagte Hundstorfer. Auch Stöger bekräftigte: "Wir brauchen mehr
Prävention, damit wir besser leben können." Diese Fragen seien
besonders wichtig, um eine geringere Rate an Invaliditätspensionen zu
erreichen und die Arbeitswelt an die Bedürfnisse der Menschen
anzupassen. ****

Österreich ist Europameister im Kampf gegen Arbeitslosigkeit und
steht auch im Pflegebereich - 5,2 Prozent der Bevölkerung erhalten
Pflegegeld - im Spitzenfeld. "Aber bei der wöchentlichen Arbeitszeit
liegen wir über dem EU-Schnitt", so Hundstorfer. Dies sei besonders
ein Problem für ältere Arbeitnehmer. "Betriebe müssen sich stärker
darum kümmern, ältere Menschen länger und gesund im Arbeitsprozess zu
halten", sagte Hundstorfer. Alternative Arbeitszeitmodelle sollen
hier stärker angedacht und umgesetzt werden.

Bei den Invaliditätspensionen ist Österreich bei der Altersgruppe
über 50 Jahren an der Spitze. 70.000 Anträge werden pro Jahr
gestellt. "Hier müssen wir bei der Wurzel ansetzen, hier müssen wir
hinschauen", betonte Hundstorfer. Mit dem Arbeits- und
Gesundheitsgesetz und dem "fit2work"-Programm wurden hier bereits
Maßnahmen getroffen. "Wir nehmen viel Geld in die Hand für dieses
Thema und es ist gut investiertes Geld", unterstrich Hundstorfer.
Schließlich bringe die Erhöhung des faktischen Pensionsantrittsalters
um ein Jahr eine Milliarde Euro Minderausgaben für das ASVG.

Um hier Präventionsmaßnahmen zu setzen, sind Arbeitsmediziner
besonders wichtig. "Prävention muss dort ansetzen, wo Menschen ein
Drittel ihres Lebens verbringen, in der Arbeitswelt", sagte Stöger.
In die Unternehmenskultur müsse der Gesundheitsgedanke immer stärker
Einzug halten. "Gesundheit muss als wichtiges Managementelement in
den Vordergrund gestellt werden", so Stöger. Einem guten Unternehmer
sei eine gesunde Arbeitsumgebung ein wesentliches Anliegen. Daher
werden auch nationale Aktionspläne umgesetzt, um Gesundheit zu
stärken. Hier werde etwa bei gesunder Ernährung angesetzt. "Wir
müssen uns die Frage stellen: Wie können wir richtige Ernährung im
Betrieb realisieren", sagte Stöger. Das Gesundheitsministerium
unterstütze Betriebe gern bei ihren Bemühungen, "damit die
Bevölkerung, damit die Arbeitsplätze gesünder werden", so Stöger.
(Schluss) pep/sv

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Tel.: 01/53427-275
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