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OTS0352   19. Okt. 2011, 19:06

Was sagt uns das? (von Claudia Grabner)

Ausgabe 20. Okt. 2011


Wenn von ihrer
92-Minuten-acht-Sekunden-Budgetrede folgende Zitate als "am
markantesten" auffallen, sagt uns das was? "Wir sind der Krise noch
nicht entwischt"; "Wir müssen noch deutlich mehr tun, um den Ansturm
in die Frühpension einzudämmen"; "In Österreich muss sich Leistung
lohnen"; "Ich stelle mir ein Land vor mit sozialem Frieden, mit hohem
Lebensstandard, ein Land der Freiheit" ... Maria Fekters Zitate sagen
uns, dass das einzig Markante an ihnen ihre erschreckende
Phantasielosigkeit ist. Die Tatsachen sprechen vice versa von
umgehendem Handlungsbedarf: Österreichs Schulden summieren sich auf
230,5 Milliarden Euro - ohne Milliardenbrocken von Asfinag, ÖBB,
Bankenhaftungen & Co. 81 Prozent der gesamten Lohnsteuereinnahmen
gehen alleine für Pensionen drauf, Tendenz massiv steigend. Acht
Milliarden fressen jährlich die Zinsen. Der gleiche Betrag ist
Österreich die Zukunft, die Bildung nämlich, wert. Haaresträubend?
Exakt. Haaresträubende Fakten verlangen Visionen. Unsere Regierung
bietet stattdessen eine lasche Stillstandsverwaltung. Und verkauft
diese als "gelungenen Wurf". Sich selbst belügend, bewegt sie sich im
Trott der Vergangenheit. Was uns das wiederum sagt? Dass die Zukunft
teuer wird ...

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0352 2011-10-19 19:06 191906 Okt 11 KTI0001 0190



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