• 19.10.2011, 13:22:29
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LH Dörfler: Erfolg für Kärntens Schiene nach Europa

Langjährige Bemühungen Kärntens haben Erfolg gezeigt - EU nimmt Baltisch-Adriatische Achse in den europäischen Verkehrskorridor auf

Klagenfurt (OTS/LPD) - Große Freude herrscht heute, Mittwoch, bei
Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler über die soeben
erfolgte Bekanntgabe der Europäischen Kommission, die
Baltisch-Adriatische Achse, deren Herzstück die Koralmbahn ist, in
das Kernnetz der EU aufzunehmen und damit zu einem der zehn
wichtigsten europäischen Verkehrskorridore zu machen.

"Der heutige Tag ist ein Freuden- und Festtag zugleich. Meine
langjährigen Bemühungen, ich habe bereits im Jahr 2004 bei einem
Eisenbahn Infrastrukturgipfel in Villach eine
Kooperationsvereinbarung zur Umsetzung des Baltisch-Adriatischen
Korridors unterzeichnet, haben sich nun ausgezahlt. Die EU hat mit
ihrer heutigen Entscheidung, diese europäische Verkehrsachse in das
prioritäre Eisenbahnnetz zu übernehmen, den Startschuss für ein
Lichtprojekt der Zukunft gelegt", fasste Dörfler in einer ersten
Reaktionen zusammen. Die Baltisch-Adriatische Achse - mit dem
Streckenverlauf von Danzig über Wien, Villach, Udine, Venedig bis
Bologna und Ravenna - war sowohl in der Namensfindung als auch in der
Linienführung eine Kärntner Idee, die im Jahr 2004 geboren wurde.

Viele Besserwisser und Neider hätten über Jahre hinweg versucht,
diese Schienenverbindung der Zukunft schlecht zu machen und Kärnten
für seinen Kampfgeist in Brüssel belächelt, so Dörfler. Sogar die
österreichische Bundesregierung habe versucht, das Erfolgsduo
Dörfler-Voves zu sprengen. Nun habe sich aber gezeigt, dass er auf
das richtige "Zugpferd" gesetzt habe. "Wir haben das geschafft, an
das nur wenige geglaubt haben. Unser kleines Land hat das wichtigste
Infrastrukturprojekt der Republik Österreich zu einem großen
Erfolgprojekt werden lassen", betonte Dörfler. Nur durch strebsames
Vorgehen sei es gelungen, das Erfolgsverkehrsprojekt der Zukunft auf
Schiene zu bringen. "Für Kärnten, für Südösterreich, für ganz Europa
ergibt sich dadurch ein enormes Entwicklungspotential. Wir werden für
den Einsatz von heute in der Zukunft großen wirtschaftlichen Erfolg
ernten", beschreibt der Landeshauptmann das große Potential dieses
europäischen Verkehrskorridors. Diese Entscheidung der EU sei zudem
als großer Erfolg für die Bauwirtschaft zu werten: "Damit sind auf
einen Schlag tausende von Arbeitskräften gesichert, die Bauwirtschaft
entlang der Baltisch-Adriatischen Achse wird wie jene in Kärnten
massiv profitieren."

Kärnten habe bereits in den letzten Jahren mit der
Weiterentwicklung von Projekten, die von der Schienenverkehrszukunft
der Baltisch-Adriatischen Achse profitieren werden, begonnen.
"Fortsetzungs- oder Andockprojekte wie der Europabahnhof St. Paul,
die Bleiburger Schleife, das Bahn und Logistikzentrum Kühnsdorf oder
der Verschiebebahnhof Fürnitz als Drehscheibe für den Warentransfer
der adriatischen Häfen als erster "Trockenhafen" im Hinterland und
als Schnittpunkt für den Korridor X sind nur einige wenige Projekte,
die durch die Baltisch-Adriatische Achse umgesetzt werden",
erläuterte Dörfler.

Großen Dank sprach der Kärntner Landeshauptmann den hochrangigen
Entscheidungsträgern auf EU-Ebene aus - allen voran
EU-Verkehrskommissar Siim Kallas, Kommissar Johannes Hahn und dem
ehemaligen Verkehrskommissar Antonio Tajani. Mitkämpfer und
Befürworter waren auch der steirische Landeshauptmann Franz Voves,
Italiens Verkehrsminister Altero Matteoli sowie Italiens
Außenminister Franco Frattini, der Präsident von Friaul-Julisch
Venetien, Renzo Tondo, der Präsident des Veneto, Luca Zaia, sein
Vorgänger und jetziger italienischer Landwirtschaftsminister
Giancarlo Galan sowie der Präsident des Hafens Venedig, Paolo Costa.
Für Dörfler war es gerade diese intensive Projektpartnerschaft, die
diesen heutigen Erfolg mitbegründet hat. Projektpartner hat Kärnten
aber auch durch das EU-Projekt Batco gewonnen. Damit ist es Kärnten
als Lead-Partner nämlich gelungen, ein Netzwerk zwischen allen
Anrainerstaaten der Baltisch-Adriatischen Achse aufzubauen, das deren
optimale Nutzung auch grenzüberschreitend ermöglicht.

"Die Schiene ist das Verkehrsmittel der Zukunft und wir steuern
mit dem heutigen Tag auf Erfolgskurs einer der wichtigsten
Verkehrsrouten Europas zu. Denn wie die Vergangenheit gezeigt hat,
haben sich Verkehrsrouten immer zu Wohlstandsachsen entwickelt",
bekräftigte Dörfler.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

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