• 19.10.2011, 10:09:05
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Lehrerdienstrecht: Kärnten will Flexibilisierung und Anwesenheitspflicht

Bildungsreferent LHStv. Scheuch: Ausbildungsstätte Schule zukunftsreif machen

Klagenfurt (OTS/LPD) - Immer mehr Bewegung kommt nun in Kärnten in
die Diskussion rund um das Dienstrecht für Lehrer. Bildungsreferent
LHStv. Uwe Scheuch fordert ja seit längerem eine Ausweitung der
Anwesenheitspflicht für Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen, um die
Nachmittagsbetreuung ausbauen und während der Sommerferien eine
lernunterstützende Betreuung gewährleisten zu können. "Wenn man die
Anwesenheitspflicht für Lehrer an der Schule auf 30 Stunden ausweiten
würde, könnten wir eine flächendeckende Nachmittagsbetreuung bieten.
Für jeden Arbeiter, für jeden Angestellten, für jeden arbeitenden
Österreicher, der 40 Stunden in der Woche am Arbeitsplatz ist, wird
diese Forderung nachvollziehbar sein. Ich glaube daher, dass 30
Schulstunden auch Lehrern zumutbar sind", erklärte Scheuch heute,
Mittwoch. Schließlich würden die Kärntner Sommerakademien, bei denen
Lehrerinnen und Lehrer freiwillig teilnehmen, beweisen, dass auch
diese Berufsgruppe absolut flexibel und arbeitswillig sei, wenn die
entsprechenden rechtlichen und operativen Arbeitsbedingungen gegeben
seien.

Zustimmung kommt auch aus dem Landesschulrat, so sagte
Landesschulratspräsident Walter Ebner: "Das aktuelle
Lehrerdienstrecht verhindert geradezu einen flexibleren Einsatz von
engagierten Lehrern. Es wäre wirklich an der Zeit für eine
Modernisierung, um die Ausbildungsstätte Schule zukunftstauglich zu
machen." Landesschulinspektorin Renate Kanovsky-Wintermann stellte
fest: "Darüber hinaus sind auch adäquate Arbeitsplätze und ein
leistungsgerechtes Besoldungssystem für eine zukunftsorientierte
Ausbildung notwendig."

Scheuch verweist in diesem Zusammenhang auf Pläne von
Unterrichtsministerin Claudia Schmied, wonach Vortragende an den
Pädagogischen Hochschulen künftig auch nur mehr maximal sechs Wochen
Urlaubsanspruch hätten. "Niemand versteht, wieso Lehrerinnen und
Lehrer neun Wochen Sommerferien haben sollen. Ich bin mir sicher,
dass spätestens nach der nächsten Nationalratswahl die
Mehrheitsverhältnisse so sind, dass endlich Bewegung in diese
antiquierte Gesetzeslage kommt. Die Zeit der Blockade muss endlich
vorbei sein. Wir brauchen ein moderneres Lehrerdienstrecht, im Sinne
der Eltern und der Schüler", meinte Scheuch in Richtung
Bundesregierung.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

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