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OTS0041   15. Okt. 2011, 12:33

HOSI Wien begrüßt Vorstoß Gesundheitsminister Stögers zum Fortpflanzungsmedizingesetz


"Wir freuen uns, dass sich Gesundheitsminister Alois
Stöger im Interview mit der Tageszeitung Der Standard heute für
Änderungen des Fortpflanzungsmedizingesetzes ausgesprochen hat",
erklärt Christian Högl, Obmann der Homosexuellen Initiative (HOSI)
Wien. "Stöger greift damit eine langjährige Forderung der HOSI Wien
auf. Der Ausschluss von alleinstehenden Frauen und lesbischen Paaren
von künstlicher Befruchtung ist eine inakzeptable Diskriminierung und
muss fallen. Österreichische Lesben können bei Kinderwunsch die
Dienste von Samenbanken im Inland nicht in Anspruch nehmen und müssen
ins Ausland ausweichen. Alternativ besteht derzeit zwar auch die
Möglichkeit, sich 'privat' Samenspenden zu organisieren, was jedoch
für alle Beteiligten rechtliche Probleme aufwirft und keine wirklich
praktikable Lösung darstellt."

Absurde Kritik

"Die Kritik der FPÖ an Stögers Vorstoß muss daher ins Leere gehen,
denn dass Frauen in lesbischen Beziehungen schwanger werden, lässt
sich nicht verhindern. Es geht daher nur darum, die Sache für die
betroffenen Frauen in Österreich zu erleichtern. Und es geht ja
ausdrücklich nicht um schwule Paare. Männer können ja nicht schwanger
werden - das sollten eigentlich auch die FPÖ-PolitikerInnen wissen.
Und die Legalisierung der Leihmutterschaft ist ja keine Forderung der
österreichischen Lesben- und Schwulenbewegung", wundert sich
HOSI-Wien-Generalsekretär Kurt Krickler über die hanebüchenen
Argumente der FPÖ.

Die abwartende Haltung der ÖVP ist ebenfalls nicht
nachvollziehbar. "Wenn Justizministerin Beatrix Karl eine
Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
abwarten will, dann mutet das schon ein wenig nach politischer
Bankrotterklärung an. Denn Österreich muss ja nicht erst tätig
werden, wenn ein internationaler Gerichtshof es dem Land anschafft.
Man kann ja auch Dinge politisch umsetzen, ohne jedesmal gleich eine
Menschenrechtsverletzung beseitigen zu müssen", meint Högl
abschließend in Richtung ÖVP.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0041 2011-10-15 12:33 151233 Okt 11 HOI0001 0290



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Rückfragehinweis: Christian Högl,
Obmann,
Tel. 0699-118 11 038
Kurt Krickler,
Generalsekretär,
Tel. 0664-5767466
office@hosiwien.at,
www.hosiwien.at

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