• 14.10.2011, 15:35:28
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Zusammen:Österreich - Erster Schulbesuch der Integrationsbotschafter in Neunkirchen, NÖ absolviert

Eser Ari-Akbaba, Sanja Turkovic und Serge Falck mit Staatssekretär Kurz in der Landesberufsschule - www.zusammen-oesterreich.at

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Wien (OTS) - Der erste Schulbesuch der Integrationsbotschafter im
Rahmen des Projekts "Zusammen:Österreich" wurden heute in der
Landesberufsschule Neunkirchen in Niederösterreich absolviert. Die
drei Integrationsbotschafter ORF-Moderatorin Eser Ari-Akbaba,
Landschaftsarchitektin Sanja Turkovic und Schauspieler Serge Falck
bauten Vorurteile ab und schafften Motivation unter den Schülerinnen
und Schülern.

Eser Ari-Akbaba hat türkischen Migrationshintergrund. Sie berichtete
über ihren "schweren Berufseinstieg" nach der erfolgreichen
Beendigung ihres Studiums. Durch Zufall wurde sie bei einer
Podiumsdiskussion entdeckt und steht nun seit 2009 vor der Kamera
(beim ORF und bei OKTO). Als unbedingtes Muss beim Berufseinstieg
bezeichnete Ari-Akbaba das Erlernen der deutschen Sprache. "Man kann
alles schaffen, was man will, man muss nur dahinter sein", gab sie
den Jugendlichen als Motto mit.

Die studierte Landschaftsarchitektin Sanja Turkovic flüchtete 1992 im
Zuge des Bosnien-Krieges von Sarajevo nach Wien. Nach anfänglichen
Jobs bei McDonald's und Schlecker entschloss sie sich, sich im
Bereich Natur- und Landschaftsgestaltung selbständig zu machen. Für
sie ist es wichtig, Vertrauen zwischen Einheimischen und Migranten zu
schaffen und Ängste abzubauen. "Ein wesentlicher Faktor für eine
gelungene Integration ist die Bildung", betonte Turkovic.

Der gebürtige Belgier Serge Falck sieht sich "als Migrant in einer
privilegierten Situation, da ich als Zugereister nicht sofort
erkennbar bin". Der Schauspieler riet den Jugendlichen, sich eine
gesunde Portion Naivität aufrecht zu erhalten, denn "Träume und
Wünsche sind etwas Gutes". Und er ermutigte die interessierten
Zuhörer, ihre Sprachkenntnisse auszubauen, denn "das erweitert den
Horizont".

In der angeregten Diskussion mit den Jugendlichen kamen zudem weitere
Themen wie die Arbeitslosigkeit von Migranten, die sprachliche
Frühförderung, das Predigen auf Deutsch in den Moscheen, die Vergabe
von Staatsbürgerschaften sowie das Problem der Parallelgesellschaften
zur Sprache. Jährlich besuchen 1.300 Schülerinnen und Schüler die
Landesberufsschule Neunkirchen. Davon sind etwa 320 Schülerinnen und
Schüler mit Migrationshintergrund, die aus zehn unterschiedlichen
Nationen stammen.

Staatssekretär Sebastian Kurz begleitete die Botschafter: "Mein Ziel
ist es, Integration dort zu diskutieren, wo Integration stattfindet.
Deshalb haben wir uns entschlossen, die Aktion 'Zusammen:Österreich'
ins Leben zu rufen, und in die Schulen zu gehen und dort mit den
Jugendlichen sachlich über das Thema Integration zu diskutieren."
Mithilfe von Integrationsbotschaftern - Migranten, die in Österreich
erfolgreich sind und etwas geleistet haben - und deren
unterschiedlichen Lebensgeschichten will Kurz aufzeigen, welche
Chancen und Möglichkeiten Österreich bietet.

Der nächste Schulbesuch von Integrationsbotschaftern gemeinsam mit
Sebastian Kurz im Rahmen der Aktion "Zusammen:Österreich" findet am
Dienstag, 18. Oktober, 10:30 Uhr, in Wien statt. Begleitet wird er
dabei von Integrationsbotschafterin Arabella Kiesbauer und
Botschafter Ali Rahimi. Darüber hinaus nimmt Unterrichtsministerin
Claudia Schmied, die die Aktion unterstützt, am Schulbesuch teil.

Mehr Information zu der Aktion "Zusammen:Österreich" finden Sie auf
der Homepage www.zusammen-oestereich.at oder im Facebook auf
www.facebook.com/zusammenoestereich.

Rückfragehinweis:

Staatssekretariat für Integration
   Pressereferat
   1010 Wien, Minoritenplatz 9
   Tel.: Tel +43 1 53126-70905
   mailto:[email protected]

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