- 13.10.2011, 10:00:59
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Bünker: Welternährungstag oder Welthungertag?
Aktion "Brot für die Welt" startet - Es ist genug für alle da!
Wien (OTS) - "Am Welternährungstag muss man sich fragen, ob er
nicht Welthungertag heißen müsste", so der evangelische Bischof
Michael Bünker anlässlich der Präsentation der
entwicklungspolitischen Aktion "Brot für die Welt".
"Die Antwort auf die Frage, ob genug für alle da ist, ist einfach:
Sie heißt ja", betont der Schirmherr von "Brot für die Welt". Ihm
geht es vor allem darum zu zeigen, dass die Unter- und
Mangelernährung, die aktuell fast 1 Milliarde Menschen betrifft,
politisch verursacht ist. "Die Hungerproblematik ist eine
Verteilungsproblematik" so der Bischof. Und er fordert: "Die Ursachen
des Hungers müssen bekämpft werden. Adäquate Ernährung ist ein
verbrieftes Menschenrecht."
Da der österreichische Staat seine Verantwortung nicht ausreichend
wahrnimmt, ist das private und kirchliche Engagement in der
Entwicklungszusammenarbeit besonders wichtig. "Die gestrige Zusage
der Regierung, das Budget für Ostafrika zu erhöhen, ist ein guter
erster Schritt in die richtige Richtung.
Wir fordern jetzt aber auch, dass die Kürzungen des Budgets für die
Entwicklungszusammenarbeit für die nächsten Jahre zurückgenommen
werden", ergänzt der evangelische Bischof. "Wichtig ist, dass die
Österreichische Regierung das 0,7% Ziel nicht aus den Augen verliert.
Ab jetzt geht es darum, die österreichische
Entwicklungszusammenarbeit Schritt für Schritt zu restrukturieren und
der Zersplitterung und Inkohärenz entgegenzuwirken", fordert Michael
Bünker.
Ztl: Brot für die Welt arbeitet mit lokalen Partnern an nachhaltigen
Projekten
Die Aktion "Brot für die Welt" ist eine Kooperation der
Evangelischen Frauenarbeit in Österreich und der Diakonie.
Schwerpunkte in der entwicklungspolitischen Projektarbeit von "Brot
für die Welt" sind neben Ernährungssicherung auch Bildung, Menschen
mit Behinderungen, Friedensarbeit im Nahen Osten und die Stärkung von
Frauen.
"Wenn es um die Versorgung von Familien mit Nahrung geht, stehen
Frauen im Vordergrund", verdeutlicht Barbara Heyse-Schaefer, die
stellvertretende Geschäftsführerin von "Brot für die Welt".
"Ernährung zu sichern liegt weltweit in den Händen der Frauen,
gleichzeitig sind Frauen erheblich stärker von Armut und Hunger
betroffen. Darum baut "Brot für die Welt" auf die langjährige
Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen der Diakonie und der
Evangelischen Frauenarbeit in 18 Ländern."
Ztl: Langfristige Projektarbeit sichert nachhaltige
Entwicklungszusammenarbeit
"Unsere Projekte gehen von den Bedürfnissen der Menschen in den
Zielregionen aus. Nur so kann es eine nachhaltige
Entwicklungszusammenarbeit geben, bei der die Hilfe zu den Menschen
kommt und nicht umgekehrt", betont Dagmar Lassmann, Bereichsleiterin
Projektarbeit "Brot für die Welt".
"Unsere Projektpartner vor Ort sprechen dieselbe Sprache und haben
denselben Hintergrund wie die Betroffenen in den
Entwicklungshilfe-Projekten. Es geht darum, die Organisationen vor
Ort zu stärken. Unsere Partnerorganisationen sind uns ein
selbstbewusstes Gegenüber, und können mit der Unterstützung von "Brot
für die Welt" viel bewegen", stellt Dagmar Lassmann abschließend
fest.
"Brot für die Welt" bittet dringend um Ihre Unterstützung.
Spendenkonto: 900 566 00 PSK Bank BLZ 60 000
Rückfragehinweis:
"Brot für die Welt" Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Martina Gasser E-Mail: [email protected] Tel.: +43 (0) 1/ 402 67 54-42 Mobil: +43 (0) 664/ 886 822 70
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