• 12.10.2011, 13:00:32
  • /
  • OTS0187 OTW0187

ÖIF analysiert Herkunft, Arbeitslosenzahlen sowie Daten zu Sprache und Bildung von Migrant/innen in den Bundesländern

Neue Publikation bietet aktuellste Zahlen und Fakten zur Integration von Wien bis Vorarlberg

Wien (OTS) -

60 Prozent der Migrant/innen leben außerhalb von Wien

Mit der neuen Informationsbroschüre "migration & integration in
den Bundesländern" des Österreichischen Integrationsfonds rückt der
ÖIF die regionalen Herausforderungen von Integration in den Fokus und
präsentiert zentrale Integrationsindikatoren für die einzelnen
Bundesländer. Die Broschüre bietet fundierte Zahlen und Fakten zu
Herkunft und Wanderungsbewegungen sowie zu den Bereichen Sprache,
Bildung und Arbeit von Migrant/innen von Wien bis Vorarlberg. Die
Publikation ist in Kooperation mit der Statistik Austria entstanden.

Integrationsmaßnahmen vor Ort stärken

Integration stellt eine Querschnittsmaterie dar. Bund, aber vor
allem auch Länder und Gemeinden müssen hier ihren Beitrag leisten:
Denn ob Integration in Österreich gelingt, entscheidet sich oft in
den Gemeinden vor Ort. "Die Lebensrealität von Migrant/innen in den
unterschiedlichen Regionen unterscheidet sich oft stark voneinander.
Wir müssen die spezifischen regionalen Bedürfnisse von Migrant/innen
bewusster wahrnehmen und gezielt Integrationsmaßnahmen setzen,"
betont Alexander Janda, Geschäftsführer des ÖIF. "Mit der
vorliegenden Broschüre liefert der Österreichische Integrationsfonds
eine fundierte Grundlage zur öffentlichen Diskussion über Integration
auf regionaler Basis."

Zentrale Ergebnisse

- Höchste Migranten/innen-Anteile in Wien

In Wien leben anteilsmäßig die meisten Migrant/innen: 33,4 Prozent
der Bevölkerung Wiens ist ausländischer Herkunft. Das heißt: Genau
ein Drittel aller Wiener/innen sind entweder ausländische
Staatsangehörige und/oder im Ausland geboren. Im Burgenland stammen
nur 9,4 Prozent der Gesamtbevölkerung aus dem Ausland.

- Deutsche in fünf Bundesländern die größte Migrant/innen-Gruppe

Deutsche Migrant/innen stellen in fünf Bundesländern (Kärnten,
Tirol, Salzburg, Oberösterreich und der Steiermark) die größte
Migrant/innen-Gruppe. Türk/innen zählen in Niederösterreich und
Vorarlberg zur größten Gruppierung, während im Burgenland Ungar/innen
und in Wien Zuwanderer aus Serbien, Montenegro und dem Kosovo die
größte Migrant/innen-Gruppe bilden.

- Ohne Zuwanderung aus dem Ausland in jedem Bundesland negativer
Wanderungssaldo

In den Jahren 2006 bis 2010 verließen in allen Bundesländern mehr
Österreicher/innen ihre Region als zurückkehrten. Besonders in Wien
wanderten mehr Österreicher/innen ab als zu (7.600), zugleich
verzeichnete Wien in den Jahren 2006 bis 2010 den höchsten
Wanderungsgewinn bei ausländischen Staatsbürger/innen (64.900).

- Die niedrigste Arbeitslosenquote unter Ausländer/innen im
Burgenland

Die höchste Arbeitslosenquote unter Ausländer/innen gab es 2010 in
Kärnten: 12,5 Prozent der ausländischen Staatsangehörigen waren
arbeitslos. Im Burgenland gab es hingegen die niedrigste
Arbeitslosenquote unter Ausländer/innen: Mit 5,4 Prozent sind
ausländische Arbeitnehmer/innen seltener arbeitslos als
Österreicher/innen (8,2%).

- In Wien verdienen Ausländer/innen um 5.700 Euro weniger als
Österreicher/innen

In allen Bundesländern verdienen Ausländer/innen weniger als
Österreicher/innen. Am geringsten ist die Einkommensdifferenz
zwischen österreichischen und nicht-österreichischen
Arbeitnehmer/innen in Vorarlberg. Hier verdienen Ausländer/innen rund
2.400 Euro weniger als Österreicher/innen. In Wien ist die
Gehaltsschere zwischen Ausländer/innen und Österreicher/innen am
größten: Ausländische Staatsangehörige verdienen 5.700 Euro weniger
als Österreicher/innen.

Die gesamt Broschüre ist unter www.integrationsfonds.at verfügbar.

Rückfragehinweis:
Österreichischer Integrationsfonds
Mag. Ursula Schallaböck
[email protected]
Tel: 01/710 12 03-134

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OIF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel