Kinderfreunde Bundeskonferenz - Oxonitsch: "Wir sind die Freunde der Kinder!"

Neuer Vorsitzender sieht Kinderfreunde als "wichtigste Interessensvertretung für Kinder und Eltern in Österreich"

Wien (OTS/SK) - "Wo immer es um Kinder geht, sind die
Kinderfreunde zur Stelle", betonte gestern der neugewählte Vorsitzende der Kinderfreunde, Christian Oxonitsch, in seiner Antrittsrede im Rahmen der Bundeskonferenz der Österreichischen Kinderfreunde in Linz. "Umso besser, dass wir heute mit fast 100.000 Mitgliedern eine schlagkräftige Vereinigung sind. Wenn es um Fragen geht, die Kinder betreffen, kommt niemand an uns vorbei!" ****

Es gehe bei fast allen lebens- und Politikbereichen um Fragen der Kinder. Beispielsweise in der Finanzpolitik: "Denn es ist nicht egal, wer wie viel Steuern zahlen muss", so Oxonitsch. "Deshalb sind wir ja dafür, dass Reiche ihren Beitrag leisten. Damit die anderen entlastet werden und damit die öffentliche Hand in Kinderbetreuung und Bildung investieren kann." Oder auch die Gesundheitspolitik: "Eine gesunde Lebensführung, gesunde Ernährung und Bewegung in der Kindheit verringert die Erkrankungswahrscheinlichkeit als Erwachsener. Kinderkliniken und eine hohe Dichte an gut ausgebildeten Kinderärzten ist ein unentbehrlicher Teil unseres funktionierenden Gesundheitssystems!"

Wesentlich für Kinder sei aber auch die Sozialpolitik: "Ich weiß schon, dass Armut relativ ist. Aber für jedes einzelne Kind, das darunter leidet, dass es mit seinen Freunden nicht mitmachen kann, weil kein Geld da ist, ist das ein großes Problem", betonte Oxonitsch. Auch Integration finde großteils unter Kindern statt: "Im Kindergarten, in der Schule, im Park und im Sportverein. Hier spielen wir als Kinderfreunde eine ganz wichtige Rolle: Weil Rassismus und Ausgrenzung bei uns keinen Platz haben und weil wir Anbieter von sehr vielen Kindergärten sind, die zehntausenden Kindern jeden Tag Betreuung, Sicherheit und Weiterentwicklung bieten."

Nicht zuletzt spiele aber auch die Kommunalpolitik eine wichtige Rolle im Leben der Kinder: "Spielplätze, Regelungen für Hunde, Freizeitmöglichkeiten und vieles mehr - wie kinderfreundlich eine Gemeinde ist, das entscheidet sich meistens auf kommunaler Ebene."

Bildung als Schlüssel für Lebenschancen

Der wichtigste Bereich sei aber die Bildungspolitik. "Bildung ist DER Schlüssel für Lebenschancen", unterstrich Oxonitsch. "Eine gute Ausbildung ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Berufskarriere. Auch die OECD empfiehlt ihren Mitgliedern dringend mehr Investitionen in die Bildung. Weil davon natürlich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes abhängt."

Damit Kinder bestmögliche Bildungsmöglichkeiten haben, dafür sei eine gemeinsame Schule für alle notwendig. "Ganz klar. Eine derart lebensprägende Entscheidung im Alter von zehn Jahren treffen zu müssen, ist viel zu früh und völlig falsch!" so Oxonitsch. "Wir Kinderfreunde wollen, dass alle Kinder nach ihren Fähigkeiten gefördert und gefordert werden. Nicht die Kinder müssen sich dem Rahmen des zweigleisigen Schulsystems mit Hauptschule und Gymnasium anpassen. Der Rahmen muss sich an die Kinder anpassen."

Es gebe schon viele Fortschritte in diesem Bereich. "Wir haben in Wien die "Wiener Mittelschule" etabliert. Und im November kommt die Eintragungsfrist für das Bildungsvolksbegehren von Hannes Androsch. Ich bin überzeugt: Es werden viel mehr als die benötigten 100.000 Unterschriften gesammelt!"

Vom Kindergarten bis zum Feriencamp

"Kinder brauchen gute Freunde", zeigte sich Oxonitsch überzeugt. "Am besten solche, die auch zuhören und für die Kinder Partei ergreifen. Wir sind solche Freunde."

Das Angebot der Kinderfreunde umfasse Krabbelstuben und Kindergärten, Babyclubs, Eltern-Kind-Cafes und Eltern-Kind-Gruppen. "Wir bieten Ferienangebote für die Kinder. Bei uns können sie den Sommer genießen und ihre Eltern können sich das auch leisten!" Volksschulkinder bekämen die Möglichkeit, Abenteuer in der Gruppe und das aufregende Leben in Camps zu erleben. "Die Freundschaftskinder bekommen bei uns das, was sie in diesem Alter besonders brauchen: Abenteuer, Action, Spiel, Spaß und mit offenen Augen durch die Welt gehen!"
Ein wichtiger Bereich sei aber auch die Hilfe für Kinder in Notlagen. "Kinder, die psychische, physische und sexuelle Gewalt erleben oder erlebt haben, wenden sich an uns. Und wir helfen ihnen weiter!" Hilfe gebe es auch für Eltern: "Denn Kindererziehung ist kein Kinderspiel. Dann ist es gut, Hilfe in Anspruch zu nehmen - bei Eltern-aktiv-Seminaren, Elternbildungslehrgängen, Erziehungsberatung und vielem mehr."

Eintreten für Kinderrechte

Die Kinderfreunde seien aber auch eine politische Interessensvertretung: "Die Roten Falken zum Beispiel engagieren sich in der Schule und in der Öffentlichkeit. Ihr Kampf gegen faschistische und rassistische Tendenzen ist gar nicht hoch genug einzuschätzen", unterstrich Christian Oxonitsch. "Dazu zählen auch das Eintreten für Kinderrechte in der Bundesverfassung ihr Kampf gegen Schubhaft für Kinder."
Die Kinderfreunde Österreich seien die wichtigste Interessensvertretung für Kinder und Eltern im Land. "Unsere Stimme wird gehört. Und wir hören auf die Stimme der Kinder. Und das ist gut so!" schloss Oxonitsch. (Schluss)

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