- 03.10.2011, 11:14:12
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Bures: Leben retten mit der Erste-Hilfe-Karte
Initiative des Verkehrsministeriums, unterstützt vom Roten Kreuz, dem Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, ARBÖ und ÖAMTC
Wien (OTS/BMVIT) - Wie sichert man eine Unfallstelle richtig ab?
Welche Notrufnummern sind zu wählen? Was ist zu tun, wenn ein Mensch
reglos auf dem Boden liegt? Antworten auf all diese Fragen liefert
die Erste-Hilfe-Karte des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation
und Technologie (bmvit). Die Karte zeigt anschaulich Schritt für
Schritt die richtigen Maßnahmen und Hand-griffe für rasche und
kompetente Erste Hilfe. "Bei vielen Verkehrsteilnehmerinnen und
Ver-kehrsteilnehmern liegt der Erste-Hilfe-Kurs schon lange zurück",
sagt Verkehrsministerin Doris Bures, "sie sind daher im Notfall
verunsichert und haben Angst, etwas falsch zu ma-chen. Im Ernstfall
zählt aber jede Sekunde. Mit der Erste-Hilfe-Karte geben wir den
Lenke-rinnen und Lenkern das notwendige Wissen in die Hand." Die
Karte wurde gemeinsam mit dem Roten Kreuz, dem
Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, dem ÖAMTC und dem ARBÖ erstellt.
Mehr als zwei Millionen Stück der Karte werden in den nächsten Tagen
in ganz Ös-terreich verteilt - über die Clubzeitungen von ARBÖ und
ÖAMTC, über die Stützpunkte und Prüfzentren der beiden Verkehrsclubs.
Die Karte gibt es auch gratis beim Roten Kreuz und beim
Arbeiter-Samariterbund-Österreichs und im bmvit: unter der Nummer
0800 21 53 59 oder über www.gut-reagiert.at. Hier gibt es auch für
insgesamt 2.000 Interessenten Gut-scheine vom Roten Kreuz und vom
Samariterbund für einen zehnprozentigen Preisnachlass für einen
16-stündigen Erste-Hilfe-Kurs. "Verkehrssicherheit ist nicht nur eine
Frage der rich-tigen Gesetze. Jeder Einzelne ist gefragt: beim
Verhalten im Straßenverkehr genauso wie bei der Hilfeleistung im
Ernstfall", so Bures, "wenn alle zusammenhelfen, können wir gemeinsam
viel menschliches Leid im Straßenverkehr verhindern. Ich bedanke mich
bei allen, die dabei mittun."
"Eine erst jüngst durchgeführte Erhebung des ÖAMTC bei einem
simulierten Unfall hat gezeigt, dass Helfen für 85 Prozent der
Menschen nicht selbstverständlich ist und nur 15 Pro-zent bei einem
Unfall Hilfe leisten. Dabei sind gerade die Ersthelfer das wichtigste
Glied in der Rettungskette, denn je schneller und effektiver geholfen
wird, desto besser sind die Chancen für die Unfallopfer. Der
gemeinsam entwickelte Erste-Hilfe Leitfaden hilft enorm.
Übersichtlich sind die wichtigsten Schritte zusammengefasst und
sollten in keinem Fahrzeug fehlen. Denn das einzige, was man als
Ersthelfer am Unfallort wirklich falsch machen kann, ist nichts zu
tun", sagt ÖAMTC-Generalsekretär Oliver Schmerold.
"Egal ob wir klein oder groß sind, arm oder reich, Männer oder
Frauen, alt oder jung, es kann uns alle treffen. Jeder von uns kann
irgendwo hilflos liegen und völlig auf die Hilfe der anderen
angewiesen sein. Umso wichtiger ist es, dass wir alle wissen, was im
Ernstfall zu tun ist", sagt Lydia Ninz, Generalsekretärin des ARBÖ,
"gefordert sind hier auch die Betriebe. Sie sollten ihren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Erste-Hilfe-Auffrischungskurse
anbieten. Wir von ARBÖ sind mit gutem Beispiel vorausgegangen und
haben in den letzten Tagen im Generalsekretariat mit Hilfe des
Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs unser Wissen auf den letzten
Stand gebracht. Das hat uns allen auch noch Spaß gemacht."
"Mich als Arzt erschreckt vor allem die Tatsache, dass nur so wenige
Menschen bei einem Unfall helfen. Wir müssen uns bewusst sein: in
solchen Situationen zählt jede Sekunde, zumindest stehen bleiben, die
Unfallstelle absichern und einen Notruf absetzen muss für je-dermann
möglich sein", erklärt Prim. Dr. Harald Hertz.
"Erste Hilfe ist oft die einzige Überlebenschance in Notfällen -
bewahren Sie den Pa-tienten diese Chance, indem Sie beherzt
zugreifen.", meint Werner Kerschbaum, stv. Gene-ralsekretär des
Österreichischen Roten Kreuzes. "Zum Glück ist Erste Hilfe leicht zu
lernen. Und wenn Sie sich unsicher sind, machen Sie:
1. Notruf 144 wählen - wir helfen Ihnen auch bei der Ersten Hilfe.
2. Wenn die Person nicht reagiert, aber atmet: Drehen Sie sie zur
Seite.
3. Wenn die Person nicht atmet - dann legen Sie sie auf den Rücken -
und drücken sie schnell und kräftig immer wieder in die Mitte des
Brustkorbes."
"Das Eingreifen des Ersthelfers ist oft lebensentscheidend, denn
gerade bei Schwer-verletzten und Herzinfarktpatienten zählt jede
Sekunde", so Reinhard Hundmüller, Bundes-sekretär des
Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs. "Für jene, die unsicher sind und
ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen wollen, bietet der
Samariterbund nicht nur eine Vielzahl an individuell angepassten
Erste-Hilfe-Kursen, sondern auch eine kostenlose Applikation für
iPhone, iPod touch und alle java-fähigen Handys an, die Ersthelfer
mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen in Bild und Text unterstützt: von
der Absicherung eines Unfallortes über die stabile Seitenlage bis hin
zur Wiederbelebung nach einem Herzstillstand. Die Anleitungen
ersetzen keinen Erste-Hilfe-Kurs, können aber im Notfall dem
Ersthelfer die nötige Sicherheit geben, bis die Rettungskräfte
eintreffen. Idealerweise werden die Anleitungen schon vorab
durchgesehen, damit man im Notfall einen kühlen Kopf bewahrt. Das
Programm kann gratis auf dem iTunes App Store oder auf
www.dersamariter.at bezogen werden."
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Susanna Enk, Pressesprecherin
Tel.: +43 (0) 1 711 6265-8121
mailto:[email protected]
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