• 01.10.2011, 09:33:35
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LH Dörfler in Brüssel: Treffen mit EU-Kommissar Hahn

Hauptthemen: Koralmbahn als Teil der Baltisch-Adriatischen-Achse und EU-Regionalpolitik - Gute Chancen für grünes Licht seitens der EU-Kommission

Klagenfurt (OTS/LPD) - Kommenden Montag reist Kärntens
Landeshauptmann Gerhard Dörfler erneut nach Brüssel, um wichtige
Gespräche mit höchsten Vertretern der Europäischen Kommission
hinsichtlich der Koralmbahn als Teil der Baltisch-Adriatischen-Achse
zu führen. Dabei wird Gerhard Dörfler mit dem EU-Kommissar für
Regionalpolitik Johannes Hahn zusammen treffen. "Das Gespräch mit
Hahn ist in der derzeitigen Phase, wir befinden uns kurz vor der
Entscheidung, ob die EU die Baltisch-Adriatische Achse in das
Prioritäre Streckennetz aufnimmt, von großer Bedeutung", erklärte
heute, Samstag, Dörfler. Demnach geht es darum, in Brüssel alle
Entscheidungsträger für dieses Jahrhundertbahnprojekt mit der
Koralmbahn als Herzstück zu mobilisieren, dass die
Baltisch-Adriatische-Achse ins Core-Verkehrsnetz der EU aufgenommen
wird.

Wie bereits aus Kreisen der EU zu hören ist, stehen die Chancen
sehr gut, dass die Eisenbahnverbindung der
Baltisch-Adriatischen-Achse von Danzig über Wien, die Koralmbahn bis
nach Bologna in das von der EU unterstützte Netzwerk aufgenommen
wird. "Ich gehe davon aus, dass sich Hahn im Entscheidungsprozess auf
EU-Ebene positiv für die Baltisch-Adriatischen-Achse einbringen und
das Projekt unterstützen wird", so der Landeshauptmann. Positiv sei
derzeit zudem, dass Polen den EU-Ratsvorsitz über habe und damit auch
selbst an einer positiven Entscheidung im Sinne der
Baltisch-Adriatischen Achse interessiert ist.

Die Baltisch-Adriatische Verkehrsachse gilt als strategischer
Korridor für Zentraleuropa und ist mit Anbindung an die östlichen
EU-Staaten zur Stärkung dieses Zentralraums von großer Bedeutung. Die
Verkehrsverbindung verläuft von Danzing, Warschau, Katowice,
Bratislava, Brünn, Wien, über den Semmering Basistunnel, die
Koralmbahn, Klagenfurt, Udine und Venedig bis nach Bologna. Damit
werde eine Hochleistungsverbindung zwischen der Ostsee- und den
Adriahäfen sowie dem Korridor 10 geschaffen, die dem gesamten
Kärntner Raum eine Art Knotenfunktion ermöglicht.

Alp-Log Villach würde für Warenströme aus und in die EU der erste
'Trockenhafen' in direkter Adria Nähe sein. Durch bereits im Vorfeld
besprochene Kooperationen mit den Adriahäfen konnten damit
gegenseitig Synergien zwischen den Adriahäfen als Tor zu den
Weltmeeren und Kärnten geschaffen werden. "Die Baltisch-Adriatische
Achse wäre eine Wirtschaftsverkehrsachse mit unheimlicher Bedeutung.
Kärnten setzt damit auf die Schiene als Transportmittel der Zukunft",
stellte Dörfler fest.

Neben der Baltisch-Adriatischen Achse hat der Termin des
Landeshauptmannes bei Hahn aber auch große Bedeutung hinsichtlich der
EU-Regionalförderung für die Periode 2014 bis 2020. So wird in den
nächsten Wochen über die Fördervergabe für die einzelnen Regionen
Europas entschieden. "Kärnten wurde in der letzten Förderperiode
seitens der EU mit Finanzmittel von über 800 Millionen Euro
unterstützt. Es ist mein Ziel, diese Unterstützung der EU auch für
die nächsten Jahre sicher zu stellen. Gemeinsam mit Hahn werden wir
die Entwicklungspotentiale von neuen Projekten besprechen, so dass
Kärnten auch in den nächsten Jahren mit EU-Geldern rechnen kann",
kündigte Dörfler an. Beispielsweise hätten die überregionale
Zusammenarbeit im Rahmen der Euregio "Senza Confini" sowie
Transport-und Alternativenergieprojekte gute Chancen auf
Unterstützung seitens der EU.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

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