- 30.09.2011, 14:36:14
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ÖBB-Postbus: Stopp dem Privatisierungswahn!
Nein zum Postbusverkauf - Gewerkschaft ist kampfbereit
Wien (OTS/ÖGB) - Eine strikte Ablehnung für die vom ÖBB-Chef
Christian Kern in den Medien geäußerten Überlegungen, den Postbus
verkaufen zu wollen und das Dienstrecht zu ändern, kommt von der
Postbus-Personalvertretung und der Gewerkschaft der Post- und
Fernmeldebediensteten (GPF).
"Der Postbus ist einer der wenigen positiv wirtschaftenden Bereiche
innerhalb des ÖBB-Konzerns und benötigt bis heute keine Zuschüsse aus
Steuermitteln. Ihn zu zerstören, wäre ein Schaden für die gesamte
Bevölkerung und ein Armutszeugnis für die ÖBB-Führung", sagt Robert
Wurm, der Betriebsratsvorsitzende des Postbusses.
"Das ist offenbar die einzige Idee eines hochbezahlten Managements,
funktionierende Bereiche und Mitarbeiter abzuschaffen, um vom eigenen
Versagen abzulenken. Es wäre besser, das Management gesteht sein
Scheitern ein und schafft sich selber ab", so Robert Wurm.
Den Managern geht's anscheinend nicht darum, langfristig zu planen
und damit auch Arbeitsplätze abzusichern, sondern sie bekommen das
schwarzblaue Ideal "Weniger Staat - mehr Privat" nicht aus dem Kopf.
Bereits am 14. Mai 2002 hatte die schwarz/blau/orange Bundesregierung
beschlossen, 33 Prozent des Postbusses an private Busunternehmen zu
verkaufen, was einen 24-stündigen Streik der Postbus-Beschäftigten
zur Folge hatte.
In weiterer Folge sollten an Günstlinge der Regierung Liegenschaften
und Busse weit unter Wert verkauft werden. Diese Verschleuderung
wurde von der Gewerkschaft aufgedeckt und beendet.
"Die Bediensteten haben mit ihrem unermüdlichen Einsatz den Postbus
ganz nach vorne gebracht. Und jetzt sollen sie für Managementfehler
und falsche Verkehrspolitik büßen? Das kommt nicht in Frage. Wir
werden mit aller gewerkschaftlichen Kraft dagegen kämpfen", sagt
Robert Wurm.
Nach wie vor vermisst die Personalvertretung das Einschreiten der
politisch verantwortlichen Infrastrukturministerin.
Rückfragehinweis:
Robert Wurm
Zentralbetriebsratsvorsitzender
Tel.: (01) 79 444-3100
Mobil: 0664/624 39 00
mailto: [email protected]
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