• 29.09.2011, 13:08:10
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Mitterlehner: "Österreichs Rolle als Energiedrehscheibe und Grüne Batterie Europas ausbauen"

Wirtschafts- und Energieminister will Versorgungssicherheit erhöhen und auf allen Ebenen Effizienzpotenziale heben

Fuschl (OTS/BMWFJ) - Wirtschafts- und Energieminister Reinhold
Mitterlehner sprach sich am Donnerstag in Fuschl bei der Konferenz
"energy2050" für den Ausbau der Rolle Österreichs als
Energiedrehscheibe im Herzen Europas aus. "Die AKW-Abschaltungen in
Europa, der Ausbau der Erneuerbaren Energien und die steigende
Bedeutung der Brückentechnologie Erdgas erhöhen unseren Stellenwert
als Energiedrehscheibe. Dabei handelt es sich um eines unserer
wichtigsten Alleinstellungsmerkmale, das wir weiter stärken müssen",
betonte Mitterlehner. Österreich werde dank des Ausbaus der
Pumpspeicherkraftwerke zunehmend zur "Grünen Batterie" Europas,
profitiere vom Pipeline-Projekt Nabucco und habe noch dazu große
Speicherkapazitäten geschaffen. "Gleichzeitig brauchen wir natürlich
leistungsfähige Netze wie die 380kv-Leitung, um die
Versorgungssicherheit zu erhöhen. Dieser Realität müssen wir uns
stellen", sagte Mitterlehner.

Mitterlehner bekräftigte in Fuschl auch seine Forderung nach mehr
Wettbewerb und Transparenz am Gasmarkt. "Einerseits muss hier die
EU-Kommission aktiver werden, andererseits müssen wir den Wettbewerb
am Gasmarkt in Österreich stärken", so Mitterlehner, der hier auf das
neue Gaswirtschaftsgesetz (GWG) verwies. "Damit stärken wir unter
anderem die Kundenrechte und erhöhen die Überwachungsbefugnisse der
E-Control", sagte Mitterlehner, der sich zuversichtlich zeigte, die
für den Beschluss des GWG notwendige Zustimmung einer
Oppositionspartei noch im Herbst zu erreichen.

Zwiti: Energieeffizienz erhöhen

Als zentralen Schwerpunkt nannte Mitterlehner die Erhöhung der
Energieeffizienz: "Wir streben ein bundeseinheitliches
Energieeffizienzgesetz an, unter anderem um unterschiedliche
Standards für die Unternehmen zu vermeiden", kündigte Mitterlehner
an. Man sei dazu auch schon mit den Ländern im Gespräch, die eigene
Bemühungen setzen. Zudem will Mitterlehner noch heuer die rechtlichen
Rahmenbedingungen für den Einsatz von Smart Meters in Haushalten
schaffen. "Intelligente Messgeräte erhöhen die Preistransparenz und
unterstützen eine entsprechende Umstellung des Verbrauchsverhaltens",
so Mitterlehner. Ein stärkeres Bewusstsein für den sparsameren
Einsatz von Energie wolle man auch mit dem Ausbau der Aktion
"Energiespargemeinde" schaffen.

Nachhaltig positive Effekte habe auch die Förderaktion für die
thermische Sanierung, wie Mitterlehner berichtete. "Mit der
Förderoffensive 2011 können voraussichtlich rund 18.000 private und
betriebliche Projekte unterstützt werden, die ein Investitionsvolumen
von 830 Millionen Euro auslösen", so Mitterlehner.

Zwiti: Ökostromtarife werden gut angenommen

Darüber hinaus verwies Mitterlehner auf den positiv verlaufenden
Abbau der Warteliste für Ökostrom-Anlagen durch das neue
Ökostromgesetz. "Unsere Fördertarife kommen sehr gut an, obwohl wir
eine Degression eingebaut haben, um einen effizienten Einsatz der
Mittel zu ermöglichen", so Mitterlehner. "Gleichzeitig werden wir
durch unsere Novelle spätestens 2015 bilanziell unabhängig von
Atomstrom sein. Damit stärken wir Österreichs Glaubwürdigkeit als
Atomgegner auf internationaler Ebene", so Mitterlehner, der hier auch
auf die erhöhte Transparenz durch die neue
Stromkennzeichnungsverordnung verwies.

Zwiti: Follow-Up-Veranstaltung zur Energiestrategie

"Wir haben mit der Energiestrategie Österreich bereits viel
erreicht, wollen sie aber künftig noch schneller und intensiver
umsetzen", kündigte Mitterlehner an. "Daher wollen wir nun unter
Einbeziehung aller Stakeholder eine Zwischenbilanz legen und auf
dieser Grundlage einen weiteren Sprung vorwärts bei der Umsetzung
machen", so Mitterlehner abschließend.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
   Pressesprecher des Bundesministers:
   Mag. Waltraud Kaserer
   Tel.: +43 (01) 71100-5108 / Mobil: +43 664 813 18 34
   mailto:[email protected]
   www.bmwfj.gv.at
   
   Mag. Volker Hollenstein
   Tel.: +43 (01) 71100-5193 / Mobil: +43 664 501 31 58
   [email protected]

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